SMI startet mit Kursgewinnen in die neue Woche
Der SMI legt zum Wochenstart zu, während internationale Vorgaben und veränderte Zinserwartungen die Schweizer Börse stützen.

Der Schweizer Aktienmarkt startet zunächst verhalten, bevor Anleger wieder verstärkt zugreifen und den SMI weiter nach oben treiben. Damit setzt der Leitindex seine positive Entwicklung vom vergangenen Freitag zunächst fort.
Schwächere US-Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank deutlich gedämpft. Laut «Moneycab» sind dadurch die akuten Zinssorgen deutlich zurückgegangen und Aktienmärkte erhalten zusätzlichen Rückenwind.
Gleichzeitig bleiben die europäischen Märkte wegen politischer und finanzpolitischer Unsicherheiten angespannt. Besonders die hohen Renditen französischer Staatsanleihen spiegeln das Misstrauen der Anleger gegenüber der französischen Finanzpolitik wider.
SMI profitiert von neuen Zinshoffnungen
Angesichts des relativ leeren Wirtschaftskalenders richten sich die Blicke nun verstärkt auf bevorstehende Anleiheauktionen europäischer Staaten. Frankreich verkauft kurzfristige Schatzwechsel, während Österreich und Deutschland ebenfalls neue Anleihen am Markt platzieren.
Die Nachfrage bei diesen Auktionen könnte wichtige Hinweise auf die Stimmung der Anleger liefern. Auch die geplanten Verkäufe zehn- und dreissigjähriger US-Anleihen könnten laut «cash.ch» zusätzlichen Druck auf europäische Anleihemärkte ausüben.
Am Schweizer Aktienmarkt sorgen unterdessen vor allem Analystenkommentare für Bewegung, während wichtige Unternehmensnachrichten weitgehend fehlen. Givaudan profitiert von einer Hochstufung durch Barclays, während auch Richemont nach positiven Einschätzungen stärker gefragt ist.
Gesundheitswerte geben den Takt vor
Besonders gefragt sind zudem Gesundheitswerte, die dem Schweizer Aktienmarkt zusätzlichen Rückenwind verleihen. Galderma, Novartis und Roche zählen laut «cash.ch» zu den stärkeren Titeln und legen zwischenzeitlich deutlich zu.

Auf der Verliererseite stehen dagegen vor allem baunahe Unternehmen wie ABB, Geberit und Sika. Auch Technologiewerte wie Logitech, Comet und Inficon geraten teilweise unter Druck.
Nach Angaben von «finanzen.ch» notiert der SMI am Nachmittag bei 13'692,29 Punkten und damit 3,36 Prozent über dem Jahresbeginn. Das bisherige Jahreshoch liegt bei 14'669,51 Punkten, während der niedrigste Stand 12'053,51 Zähler betrug.








