SMI ohne klare Richtung – Einzelwerte bewegen den Markt
Der SMI startet am Dienstag kaum verändert. Bei Lindt, Julius Bär und weiteren Einzelwerten gibt es dagegen deutliche Kursbewegungen.

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag wenig verändert in den Handel gestartet. Gegen 9:10 Uhr lag der SMI bei 13'951,66 Punkten und damit 0,06 Prozent höher.
Wenig später wurde der Leitindex mit 13'955,28 Punkten und einem Plus von 0,09 Prozent ausgewiesen. Der SMI bewegte sich «finanzen.ch» zufolge damit weiterhin deutlich unter seinem Jahreshoch von 14'669,51 Punkten.
Der SMIM verlor 0,37 Prozent auf 3095,43 Punkte. Der breite SPI notierte mit 19'761,59 Punkten praktisch unverändert, wie der «MarketScreener» berichtet.
SMI: Lindt & Sprüngli unter Druck
Auch die wichtigsten europäischen Börsen bewegten sich zunächst wenig. Dax und CAC 40 lagen knapp im Plus, während die Vorgaben aus Übersee überwiegend negativ ausfielen.
Bei den SMI-Einzelwerten zeigte sich dagegen ein deutlich bewegteres Bild. Logitech gewann 1,83 Prozent, Richemont stieg 1,48 Prozent und ABB legte 1,38 Prozent zu, wie die «finanzen.ch» meldete.
Besonders stark geriet Lindt & Sprüngli unter Druck. Der Schokoladenhersteller senkte seine Prognose für das Umsatzwachstum erneut und verlor laut dem «MarketScreener» rund acht Prozent.
Julius Bär profitiert vom Verfahrensabschluss
Auch Barry Callebaut geriet nach der Prognosesenkung bei Lindt & Sprüngli unter Druck. Die Aktie verlor rund 2,5 Prozent.
Deutlich stärker zeigte sich dagegen Julius Bär. Die Aktie gewann rund 6,9 Prozent, nachdem die Finma ein Verfahren im Zusammenhang mit der Signa-Affäre abgeschlossen hatte.
Analysten werteten den Verfahrensabschluss als Entlastung für die Aktie. Insgesamt notierten zum Handelsstart zwölf der 20 SMI-Titel im Minus.
Lonza bleibt nahe am Jahreshoch
Bei Lonza prägten unterschiedliche Zeitpunkte das Kursbild. Die Aktie hatte am Vortag 2,6 Prozent auf 584,20 Franken zugelegt, wie die «Cash» schreibt.
Damit erreichte der Pharmazulieferer ein Vier-Wochen-Hoch und näherte sich dem Jahreshoch von 597 Franken. Am Dienstagmorgen gab die Aktie allerdings zunächst 0,3 Prozent auf 582 Franken nach.

Die jüngste Stärke wurde von positiven Studienergebnissen des Lonza-Grosskunden Kodiak Sciences begleitet. Dessen Aktie legte in den USA nach den Ergebnissen um 141 Prozent zu.
KI-Hoffnungen und internationale Belastungsfaktoren
Weitere Bewegung gab es bei Accelleron, Straumann und DocMorris. Technologiewerte wie VAT, AMS Osram, Inficon und Comet wurden der «MarketScreener» zufolge von Hoffnungen rund um das KI-Geschäft gestützt.
Auch das internationale Umfeld blieb relevant. Der Brent-Ölpreis lag über 107 Dollar je Fass, während die US-Renditen auf hohem Niveau verharrten.
Für den weiteren Handel standen in den USA Daten zum Konsumentenvertrauen und zum Arbeitsmarkt an. Die «MarketScreener» bezeichnete die anstehenden Veröffentlichungen als makroökonomischen Stresstest für die Märkte.








