UBS-Aktien mit Gerüchten um angebliche Wegzugpläne gefragt
Die Aktien der UBS führen am Freitag die Gewinnerliste im Schweizer Börsenleitindex SMI deutlich an. In die Höhe getrieben wird der UBS-Kurs von einem Bericht über reaktivierte Fluchtpläne der Grossbank aus der Schweiz, nachdem ihr der Ständerat in Sachen Eigenmittel kaum entgegenkommen wollte.

Am Freitagnachmittag gegen 15.15 Uhr verteuern sich die Namenaktien der UBS um 4,3 Prozent auf 41,13 Franken, während der SMI ein halbes Prozent im Plus steht.
Quelle des Gerüchts ist das hierzulande wenig bekannte US-Finanzmedium Semafor – und es ist ein sehr kurzer Artikel: «Die oberste Führungsebene der UBS hat die Gespräche dazu wieder aufgenommen, wie die Bank dem starken Einfluss der Schweizer Aufsichtsbehörden entkommen könnte – unter anderem durch einen Zusammenschluss mit einer ausländischen Bank. Dies geschah nach einem Rückschlag in dieser Woche, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.»
Der Rest des Artikels besteht aus einer Einschätzung der für Semafor tätigen Autorin. Dieser zufolge wäre für die UBS eine Fusion der naheliegendste Weg, den Sitz ins Ausland zu verlegen. In diesem Zusammenhang wird im Artikel die US-Bank Morgan Stanley als künftiger Partner der UBS genannt. Die Amerikaner hätten seit Langem Interesse an der Vermögensverwaltung der Schweizer Grossbank gezeigt, hiess es weiter.
Schweizer Börsianer trauen der Kurserholung nicht über den Weg und mahnen zur Vorsicht. Sie erinnern an frühere angebliche Wegzugspläne der UBS, die sich bis heute nicht verwirklicht hätten. So hatte vor rund einem Jahr die Boulevardzeitung «New York Post» berichtet, die Bank plane «drastische Massnahmen», um die drohenden strengeren Kapitalanforderungen der Schweiz zu umgehen. Auch da ging es um eine Fusion mit einer US-Bank.
Im November 2025 doppelte die «Financial Times» nach: Die UBS habe mit der US-Regierung auf oberster Ebene über eine Verlegung des Hauptsitzes in die USA gesprochen. Verwaltungsratspräsident Kelleher habe in der Angelegenheit US-Finanzminister Scott Bessent getroffen, hiess es seinerzeit.










