Schweizer Börse kommt bei globalem Tech-Ausverkauf glimpflich davon
Der weltweite Ausverkauf von Technologieaktien erfasst zum Wochenschluss auch die Schweizer Börse. Nach massiven Kurseinbrüchen in den USA und Asien geht es auch hierzulande deutlich abwärts.

Der Schweizer Leitindex SMI sackte gegen 09.45 Uhr um 1,6 Prozent ab auf 14'726 Punkte. Fast alle Einzelwerte gaben nach.
Dies ist jedoch nichts im Vergleich zu den USA oder den asiatischen Märkten. So büsste etwa der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 am Vortag 6,4 Prozent ein und sank damit so stark, wie seit dem Corona-Crash im März 2020 nicht mehr. Für den Halbleiterindex SOX ging es sogar um mehr als 12 Prozent abwärts.
Technologielastige Börsen in Asien wie Südkorea (Kospi: -6,0 Prozent) und Japan (Nikkei: -6,0 Prozent) brachen zum Wochenschluss ein. «Investoren strömten alle gleichzeitig zum Ausgang», fasste es eine Händlerin zusammen.
Hinter den weltweiten Kursverlusten stehen insbesondere Sorgen um den Technologiesektor. Besonders der Halbleiter- und KI-Sektor gerät unter erheblichen Verkaufsdruck. «Die Anleger erkennen, dass sich mit den US-Zwischenwahlen auch die politischen Rahmenbedingungen für den KI-Boom verändern könnten», kommentierte ein Händler. Durch neue Mehrheitsverhältnisse im US-Parlament geraten bislang als sicher geltende Rechenzentrumsprojekte möglicherweise erneut auf den Prüfstand.
Die Schweiz ist wegen der geringen Gewichtung der Technologiefirmen bisher nicht so stark vom Ausverkauf betroffen. Dabei half die defensive Ausrichtung mit den Pharma-Schwergewichten Roche und Novartis sowie dem Lebensmittelriesen Nestlé. Der SMI hatte vor dem Tech-Einbruch neue Höchststände markiert. Er ist davon nun etwas zurückgekommen.










