Rheinmetall setzt trotz Rückschlag auf Wachstum

    Sandra Neumann
    Sandra Neumann

    Deutschland,

    Rheinmetall steht nach dem Aus für das F126-Projekt unter Druck. Analysten sehen den Kursrückgang differenzierter und verweisen auf Wachstumsperspektiven.

    Rheinmetall
    Rheinmetall stärkt sein Geschäft mit neuen Partnerschaften und Bundeswehr-Aufträgen. - keystone

    Die Rheinmetall-Aktie verlor innerhalb eines Handelstags zeitweise fast 20 Prozent und fiel unter 1000 Euro (ca. 920 Franken). Rund zehn Milliarden Euro Börsenwert gingen dadurch innerhalb weniger Stunden verloren.

    Mehrere Analysten halten diese Reaktion dennoch für überzogen und sehen den wirtschaftlichen Schaden deutlich geringer als den Kursverlust. Kaufempfehlungen blieben bestehen und signalisieren trotz des Rückschlags weiteres Kurspotenzial.

    Wie «Finanztrends» berichtet, rechnen einige Experten mit einer moderateren Belastung für Umsatz und Gewinn als zunächst befürchtet. Entscheidend dürfte nun sein, wie Investoren die langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens bewerten.

    Rheinmetall kämpft mit Wachstum

    Der Konzern will seinen Umsatz bis 2030 auf 50 Milliarden Euro (ca. 46 Mia. Franken) steigern und wächst weiter deutlich. Gleichzeitig stösst das schnelle Wachstum zunehmend an organisatorische und operative Grenzen.

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    Trotz voller Auftragsbücher blieben die Umsätze zuletzt hinter den Erwartungen zurück, weil Projekte nicht schnell genug umgesetzt werden konnten. Dadurch geriet die Aktie bereits vor den jüngsten Entwicklungen zunehmend unter Druck.

    Wie das «Handelsblatt» berichtet, sehen Beobachter vor allem Kapazitätsengpässe als zentrale Herausforderung für die weitere Expansion. Der Verlust des Fregattenauftrags verstärkte diese Sorgen zusätzlich und belastete die Stimmung an den Finanzmärkten.

    Neue Aufträge schaffen Perspektiven

    Die deutsche Bundeswehr bestellte 23 modernisierte Bergepanzer 3 Büffel im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Rheinmetall hatte die Produktion bereits vorfinanziert und plant die ersten Auslieferungen ab Dezember 2027.

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    Rheinmetall liefert künftig 23 modernisierte Bergepanzer 3 Büffel an die deutsche Bundeswehr. - Rheinmetall

    Zusätzlich vereinbarte das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit dem griechischen Konzern GEK TERNA zum Ausbau gemeinsamer Verteidigungsprojekte. Die Zusammenarbeit soll unter anderem lokale Produktion sowie Wartung und Modernisierung militärischer Systeme umfassen.

    Wie «Börse Express» berichtet, setzt Rheinmetall damit auf eine breitere Auftragsbasis im In- und Ausland. Der nächste Quartalsbericht dürfte zeigen, wie sich die neuen Projekte auf die weitere Geschäftsentwicklung auswirken.

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    Kommentare

    User #5338 (nicht angemeldet)

    Waxtum heisst auch es braucht mehr Kriege. Ich bin gegen Kriege, wir wollen FRIEDEN.

    User #735 (nicht angemeldet)

    Wann wird endlich Waffenbau auf der ganzen Welt unter Strafe gestellt. Was für eine Kranke Welt ist es geworden. Unsere derzeitigen Politiker und Waffenindustrie richten unseren Planeten Erde zugrunde, alles auf kosten Menschenleben, Tierleben unserer Umwelt und unserer Gesundheit.

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