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Siemens und Stadler mit Milliardenauftrag für S‑Bahn in Dänemark

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Weinfelden,

Siemens und Stadler sollen 226 neue vollautomatische S‑Bahn‑Züge für das Kopenhagener Netz liefern und damit ein bedeutendes Verkehrsprojekt anschieben.

siemens stadler
Die Züge fahren vollautomatisch ohne Lokführer bis 120 km/h. (Archivbild) - keystone

Ein Konsortium aus Siemens Mobility und Stadler Rail erhielt den Zuschlag für die Lieferung von 226 vollautomatischen S‑Bahn‑Zügen, berichtet «Bilanz». Die Züge sollen ab 2032 in Betrieb gehen, das Gesamtvolumen beträgt rund 2,9 Milliarden Franken inklusive Wartung.

Die Fahrzeuge sind auf vollautomatischen Betrieb ohne Lokführer ausgelegt und erreichen laut «Mobilityblog» bis zu 120 km/h. Die Züge bestehen aus vier Wagen und bieten Platz für Passagiere, Fahrräder und Rollstuhlfahrer.

Zugintervalle auf zentralen Abschnitten sollen auf eineinhalb Minuten verkürzt werden, wodurch die Kapazität deutlich steigt. Diese Umstellung soll den Pendlerbetrieb in Spitzenzeiten wesentlich effizienter gestalten.

Modernisierung des Netzbetriebs mit Siemens und Stadler

Die Automatisierung ist ein Kernstück der umfassenden Modernisierung, betont «Mobilityblog». Erste Züge fahren auf der Linie F zwischen Kopenhagen Süd und Hellerup, das Netz soll bis 2040 komplett automatisiert werden.

Glaubst du, dass vollautomatische S‑Bahn-Züge den Nahverkehr verbessern?

Die Wartung der Flotte erfolgt über 30 Jahre, das Konsortium trägt die Gesamtverantwortung, berichtet «Bilanz». Lokale Teams führen die täglichen Arbeiten aus, um schnelle Reaktionszeiten und störungsarmen Betrieb sicherzustellen.

Die Modernisierung umfasst zudem Leittechnik, Infrastruktur und Sicherheitskonzepte. Damit wird die Grundlage für höhere Kapazität geschaffen, und die neuen Züge tragen zur nachhaltigen Optimierung des Nahverkehrs bei.

Kontext im Wettbewerbsumfeld

Parallel läuft ein Rekurs von Stadler gegen die Vergabe eines SBB-Auftrags an Siemens, schreibt «Moneycab». Stadler kritisiert die Bewertungskriterien und verweist auf eine nur geringe Preisdifferenz zwischen den Angeboten.

siemens stadler
Der Auftrag zeigt Siemens und Stadler als Schlüsselakteure und fördert die Automatisierung grosser S‑Bahn-Systeme..(Archivbild) - kestone

Die SBB hebt den Preisvorteil von Siemens hervor, dokumentiert das «Vermögenszentrum». Trotz des Rechtsstreits bleibt die Kooperation in Dänemark unberührt und soll planmässig umgesetzt werden.

Der Auftrag unterstreicht die Rolle von Siemens und Stadler als Schlüsselakteure im europäischen Schienenverkehr. Er markiert einen wichtigen Schritt zur Automatisierung grosser S‑Bahn‑Systeme und zeigt das wachsende Interesse an effizienten Nahverkehrslösungen.

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