Schweizerische Nationalbank

    Schweizerische Nationalbank beendet Ära der Negativzinsen

    Miguel Pereiro
    Miguel Pereiro, Elisa Jeanneret

    Bern,

    Die Schweizerische Nationalbank beendet mit der heutigen Erhöhung um 0,75 Basispunkte die Ära der Negativzinsen. Der Leitzins liegt nun bei 0,5 Prozent.

    Schweizerische Nationalbank
    Die Schweizer Fahne weht am Bundeshaus neben der Schweizerischen Nationalbank. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizerische Nationalbank schafft die Negativzinsen ab.
    • Nach der heutigen Erhöhung um 0,75 Basispunkte liegt der Leitzins neu bei 0,5 Prozent.
    • Die SNB will dem Inflationsdruck entgegenwirken und schliesst weitere Schritte nicht aus.

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat heute Donnerstag eine historische Entscheidung getroffen. Mit der Erhöhung des Leitzinses um 0,75 Basispunkte setzt sie der Ära der Negativzinsen nach acht Jahren ein Ende. Der Schweizer Leitzins liegt nun bei +0,5 Prozent.

    Hat die SNB richtig entschieden?

    In ihrer Medienmitteilung schreibt die SNB, sie wolle dem Inflationsdruck (im August auf 3,2 Prozent angestiegen) entgegenwirken. Bisher von der Teuerung verschonte Dienstleistungen und Güter sollen so weiterhin geschützt sein. «Es ist nicht auszuschliessen, dass weitere Zinserhöhungen nötig sein werden, um die Preisstabilität in der mittleren Frist zu gewährleisten», heisst es weiter.

    Inflation in der schweiz
    Die Inflation in der Schweiz befindet sich im internationalen Vergleich auf tiefem Niveau. (Symbolbild) - dpa-infocom GmbH

    Denn die Inflation würde bis ins erste Quartal des nächsten Jahres anhalten, so die Prognosen. Danach sollte sie sich allerdings abschwächen: Für das Jahr 2023 wird sie auf 2,4 Prozent geschätzt, 2024 dann auf 1,7 Prozent. Das BIP hingegen soll weniger wachsen als zuvor angenommen, mit rund 2 Prozent.

    Schweizerische Nationalbank schliesst Devisen-Verkauf nicht aus

    Präsident Thomas Jordan gab zudem bekannt, aktiver auf dem Devisenmarkt werden zu wollen. Möglicherweise würde die Notenbank Devisen verkaufen: Sollte sich der Franken jedoch weiter aufwerten, so wäre die Schweizerische Nationalbank auch bereit, Devisen zu kaufen.

    Thomas Jordan
    Thomas Jordan an einer Pressekonferenz. (Archivbild) - keystone

    Insgesamt habe sich die Negativzinspolitik bewährt, so Jordan weiter. Auch in der Zukunft werde das Instrument wichtig bleiben, das «nötigenfalls» eingesetzt würde.

    Bereits im Juni hatte die Notenbank – erstmals seit 2007 – den Leitzins angehoben. Die überraschende Erhöhung um 50 Basispunkte auf -0,25 Prozent begründete Thomas Jordan wie folgt: «Die straffere Geldpolitik soll verhindern, dass die Inflation in der Schweiz breiter auf Waren und Dienstleistungen übergreift.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    snb
    2 Interaktionen
    Erstmals seit 2015
    franken snb
    64 Interaktionen
    95,2 Mia. Franken
    schweizerische nationalbank
    2 Interaktionen
    SNB-Chef Jordan
    Thurgau Travel
    8 Interaktionen
    Keine 0815-Reise

    MEHR SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK

    Schweizerische Nationalbank
    34 Interaktionen
    2024 noch 80,7 Mia.
    Banknoten Schweizerische Nationalbank
    182 Interaktionen
    So sehen sie aus
    Schweizerische Nationalbank SNB
    40 Interaktionen
    Für 2024
    schweizerische nationalbank snb
    30 Interaktionen
    Auf 1,5 Prozent

    MEHR AUS STADT BERN

    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Andrea Zryd Frauen-Eishockey-WM
    37 Interaktionen
    Wie bei WEURO
    asd
    3 Interaktionen
    Tourismus