Ob Krankenkasse, Bank oder Handy-Abo: Bei einem Anbieterwechsel lässt sich viel Geld sparen. Doch ein Wechsel ist für die meisten Schweizer kein Thema.
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Ein Mann telefoniert in einem öffentlichen Verkehrsmittel. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder vierte Schweizer will in den kommenden Jahren die Krankenkasse wechseln.
  • Bei Telekom-Anbieter, Bank und Versicherung wollen noch weniger wechseln.
  • Das zeigt eine hohe Kundenzufriedenheit, glaubt der Experte.

Wer Preise vergleicht, kann viel Geld sparen. Etwa beim Telekom-Abo. Flatrates fürs Smartphone gibt es heute bereits für 30 Franken. Trotzdem bleiben die Günstig-Angebote eine Nische.

Das mag auch daran liegen, dass Schweizer treue Kunden sind. Das zeigt eine heute veröffentlichte Umfrage des Vergleichsportals Moneyland.ch. Demnach wollen aktuell nur 23 Prozent der Schweizer in den nächsten Jahren ihr Handy-Abo «eher» oder «sehr wahrscheinlich» wechseln.

«Es ist kein Klischee: Schweizer sind tatsächlich wechselfaul», sagt Moneyland-Geschäftsführer Benjamin Manz. Das würde einerseits eine verhältnismässig hohe Zufriedenheit widerspiegeln. «Andererseits ist die Wechselfaulheit auch ein Zeichen des allgemeinen Wohlstands und kann wiederum in einem hohen Preisniveau resultieren.»

Jeder Vierte will Krankenkasse wechseln

Nicht nur dem Telekom-Abo bleiben Schweizer treu. Noch wechselunwilliger sind sie bei der Autoversicherung, Rechtsschutz-Versicherung, Hausratversicherung, oder dem Spar- und Privatkonto.

Krankenkasse Schweiz
Jeder Vierte Schweizer will «eher» oder «sehr wahrscheinlich» die Krankenkasse wechseln. - Keystone

Einzig die Krankenkasse wollen Schweizer eher wechseln als das Handy-Abo. Jeder Vierte liebäugelt mit einem Wechsel. Dafür, dass die Krankenkassen-Prämien zu den grössten Sorgen im Land gehören, ist der Anteil doch gering.

Das Marktforschungsinstitut Ipsos hat im Auftrag von Moneyland 1500 Menschen befragt. Dabei wurden Unterschiede je nach Wohnort, Alter und Geschlecht festgestellt. So sind junge Konsumenten eher bereit, Telekom-Anbieter, Versicherer oder Bank zu wechseln. Zudem zeigten sich Frauen bei allen befragten Dienstleistungen wechselunwilliger als Männer.

Manz ergänzt: «Interessant ist auch, dass die Bevölkerung in der Deutschschweiz bei praktisch allen befragten Dienstleistungen wechselfauler ist als in der Westschweiz.»

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