Schweizer Software-Branche boomt

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    Bern,

    Der Schweizer Software-Branche geht es gut. Gemäss einer Umfrage von SWICO wird ein Umsatzwachstum von 6,6 Prozent erwartet.

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    Die Europäische Kommission erstellt die Texte der mit der Schweiz verhandelten Abkommen in allen 24 Amtssprachen der EU. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweizer Software-Branche leidet nicht mehr unter der Coronakrise.
    • Ein Umsatzwachstum von 6,6 Prozent wird erwartet.
    • Der wichtigste Markt ist Deutschland.

    Die Schweizer Software-Industrie hat sich von der Corona-Krise erholt. Die Firmen erwarten in diesem Jahr ein Umsatzwachstum von 6,6 Prozent. Dies schreibt die Universität Bern im Swiss Software Industry Survey (SSIS) 2021.

    Die Umfrage wurde erstmals unter der Federführung des Branchenverbands Swico durchgeführt. In der Vorjahreserhebung lag das Wachstum bei 2,7 Prozent. Damit steige die Bedeutung der Branche für die Schweiz weiter.

    Laut Studie hält die Software-Industrie mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden Franken einen Anteil am Schweizer Bruttoinlandsprodukt von 2,9 Prozent. 2,7 Prozent aller Beschäftigten sind in der IT tätig. Auf das kommende Jahr blicken die Unternehmen noch optimistischer. Das Wachstum soll dann 11,3 Prozent betragen.

    Weniger Jobs in Software-Branche

    Der Jobmotor Software-Industrie stotterte 2021 aber etwas. Die Zahl der Beschäftigten stieg lediglich um 2,7 Prozent. Im Jahr 2019 verbuchte die Branche noch einen Zuwachs von über 11 Prozent.

    Dieses Wachstum solle aber schon im kommenden Jahr wieder erreicht werden. Die befragten Unternehmen geht laut Studie von einem Zuwachs von 12,9 Prozent aus.

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    Die Website des Bundesfinanzhofs wurde von Hackern im Zusammenhang mit der «Log4Shell»-Lücke angegriffen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Illustration - Keystone

    Die Studie zeigt: Drei von fünf Firmen sahen kaum einen oder nur einen geringen Einfluss der Corona-Krise auf ihren Geschäftserfolg. Lediglich 17,7 Prozent gaben geringe oder grossen Einflüsse zu Protokoll.

    Deutschland als wichtigster Markt

    Der Anteil des im Ausland generierten Umsatzes sank jedoch deutlich, auf 9,7 von 14,0 Prozent im Vorjahr. Der wichtigste Markt ist und bleibt dabei Deutschland, mit einem Anteil von 43 Prozent. Danach folgen Grossbritannien (9,6%), Spanien (8,4%) und Frankreich (8,0%). Der Überseemarkt spielt mit weniger als 15 Prozent eine untergeordnete Rolle.

    Ein Fünftel des Umsatzes machen Schweizer Software-Unternehmen mit der Anpassung von Software für Dritte oder von Standard-Software. 17 Prozent entfallen auf die Entwicklung von kundenspezifischer Software und 16,4 Prozent auf die Wartung.

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    Cloud Computing wird in den nächsten Jahren immer wichtiger. - Keystone

    Software-Lizenzen von selber entwickelter Software macht nur einen Anteil von 7,7 Prozent aus. Grosse Zuwächse verbuchte in den letzten Jahren der Bereich Cloud-Dienstleistungen. 2020 rechnen die Studienautoren jedoch nur mit einer Stagnation bei 7,0 Prozent.

    Für die Studie wurden 510 Unternehmen aus der Software-Branche befragt. Sie kommen aus allen Sprachregionen und 23 Kantonen.

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