Robotik

    Schweizer Robotik-Sparte entwickelt sich dank Hochschulen rasch

    Keystone-SDA
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    Stadt St. Gallen,

    Die sich rasant entwickelnde Robotik stellt eine Chance auch für die Schweiz dar. So verfüge das Land nicht zuletzt dank seiner beiden technischen Hochschulen über ein kleines aber innovatives Robotik-Ökosystem, stellen die Ökonomen der Bank Raiffeisen in einer Studie fest.

    Roboter Fussball
    Die Schweizer Robotik-Sparte entwickelt sich dank Hochschulen rasch. (Symbolbild) - keystone

    Rund um die diversen Einsatzmöglichkeiten der Roboter existiere in der Schweiz heute ein Ökosystem von 217 Unternehmen mit rund 7000 Beschäftigten, heisst es in dem am Dienstag veröffentlichten Raiffeisen Wirtschaftsmonitor. Dabei habe die Gründungsdynamik in den letzten Jahren klar zugenommen: Alleine von 2023 bis 2025 seien jährlich mindestens zehn neue Unternehmen entstanden.

    Die Robotik habe in der jüngsten Zeit einen «gewaltigen Entwicklungsschub» durch die künstliche Intelligenz (KI) erhalten, stellt Raiffeisen-Chefökonom Fredy Hasenmaile fest. Moderne Roboter könnten heute nicht mehr nur vorprogrammierte Abläufe ausführen. «Mithilfe von Kameras, Sensoren und KI können sie ihre Umgebung immer mehr in Echtzeit erfassen, Objekte zuverlässig erkennen und flexibel auf neue Situationen reagieren.»

    Die Industrierobotik ist schon heute mit weltweit über 5 Millionen eingesetzten Robotern ein globaler Massenmarkt. Immer mehr zum Einsatz kommen auch sogenannte Serviceroboter in Feldern wie Logistik, Medizin, Landwirtschaft, Reinigung und Inspektion. Dazu kommen «Robotaxis» sowie eine zunehmende Verbreitung von humanoiden Robotern – also Roboter, die dem menschlichen Körperbau nachempfunden sind.

    Die Schweizer Robotik-Branche werde noch von Start-ups, von Spin-offs sowie von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt, so die Studie. Darunter fallen aber auch einige rasch gewachsene Unternehmen, die ihre Produkte erfolgreich international vermarkteten. Zahlreiche internationale Robotikunternehmen verfügten zudem über Niederlassungen in der Schweiz, insbesondere im Grossraum Zürich.

    Mit ABB hat gar einer der weltweit führenden Anbieter von Industrierobotik seinen Hauptsitz in der Schweiz, stellt Raiffeisen fest. Allerdings finde ein grosser Teil der Wertschöpfung im Ausland statt, zudem hat der Industriekonzern den Verkauf der Sparte an die Finanzinvestorin Softbank mitgeteilt.

    Geographisch vereinen die Kantone Zürich und Waadt rund drei Viertel der Schweizer Robotikunternehmen auf sich – dies dank der Nähe zur ETH Zürich respektive der Lausanner EPFL. Robotik-Start-ups fänden in der Schweiz auch früh Investoren und träfen auf gute Bedingungen, so Raiffeisen. Das zeigt sich in der Statistik: Mit 3,8 Robotik-Start-ups pro Million Einwohner liege die Schweiz vor den USA und vielen europäischen Ländern.

    Der Schritt vom Start-up zum international tätigen Unternehmen bleibe aber schwierig. Rund 87 Prozent der Schweizer Robotikfirmen beschäftigen weniger als 100 Personen. Für Finanzierungen sei man auf ausländisches Kapital angewiesen: Tatsächlich komme bei grossen Finanzierungsrunden von mehr als 100 Millionen US-Dollar mehr als die Hälfte der Gelder aus den USA und nur 12 Prozent aus der Schweiz.

    Nicht nur bei der Entwicklung, auch beim Einsatz von Robotiklösungen ist die Schweiz vielen Ländern voraus: Mit 29 Industrierobotern auf 1000 Industriebeschäftigte gehöre sie zu den zehn führenden Ländern. Bei professionellen Servicerobotern liege sie unter den europäischen Ländern sogar an der Spitze, so Raiffeisen.

    Roboter dürften denn auch angesichts knapper werdender Arbeitskräfte als Produktivitätshebel an Bedeutung gewinnen, stellen die Ökonomen fest. Gerade in Berufen mit hohem Fachkräftemangel würden sie die Beschäftigten meist unterstützen und nur selten ersetzen.

    Kommentare

    User #1013 (nicht angemeldet)

    Für was? Die Chinesen, Koreaner und Japaner sind uns da doch schon Lichtjahre voraus!

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