Studie

    Schweizer Innenstädte verlieren immer mehr Non-Food-Läden

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    In Schweizer Innenstädten schliessen immer mehr Non-Food-Läden. Sie werden laut einer Studie zu sozialen Erlebnislandschaften.

    non food
    Non-Food-Läden haben in Schweizer Innenstädten einen immer schwereren Stand. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Non-Food-Angebote in den Schweizer Innenstädten verlieren an Bedeutung.
    • Grund ist neben dem Onlinehandel auch das veränderte Konsumverhalten.
    • Dafür profitieren Gastro, Convenience-Läden und Beauty-Dienstleistungen.

    Der Strukturwandel im Schweizer Detailhandel setzt sich fort. Klassische Non-Food-Verkaufsflächen verlieren zunehmend an Bedeutung, während Gastronomie, Food-Angebote und Dienstleistungen expandieren.

    Innenstädte entwickeln sich damit immer stärker von reinen Einkaufsorten zu Erlebnis- und Aufenthaltsräumen. Zu diesem Schluss kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie von Wüest & Partner.

    handel
    Der Online- setzt dem stationären Handel zu. - keystone

    Seit 2010 sei der private Konsum in der Schweiz real um mehr als 22 Prozent gestiegen, schreiben die Studienautoren. Die Umsätze im stationären Detailhandel hätten im gleichen Zeitraum jedoch lediglich um rund 4 Prozent zugelegt. Gründe dafür seien vor allem das Wachstum des Onlinehandels, veränderte Konsumgewohnheiten sowie sinkende Preise in vielen Warengruppen.

    Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung laut der Studie bei den Umsätzen pro Kopf und pro Quadratmeter Verkaufsfläche. Beide Kennzahlen seien seit 2010 – mit Ausnahme eines pandemiebedingten Zwischeneffekts 2021 – um rund 9 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig sei die Beschäftigung im Detailhandel um knapp 7 Prozent gesunken.

    Gastro und Convenience profitieren

    Im stationären Handel gibt es allerdings nicht nur Verlierer. So verschiebt sich die Nutzung der Flächen zunehmend weg vom klassischen Warenverkauf. Gewinner seien insbesondere Gastronomie, Convenience-Angebote sowie Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit und Beauty.

    Konkret nahm die Zahl der Gastronomiebetriebe in der Schweiz zwischen 2019 und 2025 um 6 Prozent zu. Die Zahl der Lebensmittelläden stieg sogar um 14 Prozent. Demgegenüber ging die Zahl der Non-Food-Läden um 7 Prozent zurück. Ausserdem wuchsen etwa Psychotherapie- und Physiotherapiepraxen, Kinderbetreuungsangebote und Fitnesszentren.

    Restraurants
    Restaurants gibt es in der Schweiz immer mehr. - keystone

    Der Wandel zeigt sich laut Wüest & Partner besonders deutlich in den Grossstädten, zum Beispiel in Genf und in Zürich. Die Innenstädte wandelten sich zunehmend von «logistischen Versorgungspunkten zu sozialen Erlebnislandschaften», schreiben die Studienautoren.

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    Als wichtigste Treiber des Strukturwandels nennt die Studie die Digitalisierung sowie veränderte Konsumentenpräferenzen. Im Non-Food-Bereich habe sich der Onlineanteil seit 2019 von 9 auf 18 Prozent verdoppelt.

    Besonders hoch sei der Anteil im Fashion-Bereich mit rund 30 Prozent. Im Food-Segment bleibe der Onlinehandel mit weniger als 4 Prozent dagegen vergleichsweise unbedeutend.

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    Kommentare

    User #4860 (nicht angemeldet)

    Ich freue mich dass es dort dann einen Döner oder Barber dort gibt. 🤷

    User #4192 (nicht angemeldet)

    Die Welt verändert sich, somit auch das Kaufverhalten.

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