Russland sieht kaum Chancen für Verlängerung Getreideabkommens

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    Russland hat die Kritik an der Umsetzung des Getreideabkommens im Ukraine-Krieg erneuert. Eine Verlängerung der Vereinbarung stellt das Land infrage.

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    Das Getreideabkommen wurde erst kürzlich beschlossen. Nun warnt Russland vor einem Scheitern. - Jussi Nukari/Lehtikuva/dpa/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Russland übt erneut Kritik an der Umsetzung des Getreideabkommens mit der Ukraine.
    • Zudem stellt das Land eine Verlängerung der Vereinbarung infrage.

    Die russische Führung hat ihre Kritik an der Umsetzung des Getreideabkommens erneuert und eine Verlängerung der Vereinbarung infrage gestellt. «Wenn wir vom heutigen Zustand ausgehen, dann sind die Aussichten (auf eine Verlängerung) nicht so gut», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

    Das Abkommen sei zuletzt schon nur um 60 statt wie zuvor 120 Tage verlängert worden, weil ein Teil der Vereinbarung nicht realisiert werde, sagte Peskow. Russland beklagt seit Monaten anhaltende Behinderungen bei der Ausfuhr von Düngemitteln und Getreide.

    Nach Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte Russland monatelang die Schwarzmeerhäfen des Nachbarlandes blockiert. Da die Ukraine weltweit einer der grössten Agrarexporteure ist, mehrten sich international Befürchtungen über einen massiven Anstieg der Lebensmittelpreise und in dessen Folge eine Hungerkrise in den ärmsten Ländern.

    Russland droht mit Aus für Abkommen

    Im Sommer vermittelten die Vereinten Nationen und die Türkei ein Ende der Getreideblockade. Russland forderte im Gegenzug Erleichterungen für den eigenen Agrarsektor.

    Getreideabkommen
    Russland blockiert wieder die Ausfuhr von ukrainischem Getreide. - ---/Ukrinform/dpa

    Zwar richten sich die auf Moskaus Angriff folgenden Sanktionen des Westens nicht gegen die russische Landwirtschaft – die Einschränkungen im Finanz- und Versicherungssektor sowie beim Anmieten von Schiffen beeinträchtigen aber auch Moskaus Getreideexporte.

    Zuletzt hatte deswegen bereits Russlands Aussenminister Sergej Lawrow mit einem Aus für das Abkommen gedroht. Die derzeitige Vereinbarung läuft Mitte Mai aus.

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