Der Absturz der Luftfahrt in der Coronakrise und die Aufspaltungskosten haben Ruag International im vergangenen Jahr schwer belastet.
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Das Logo der Ruag International (Archivbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aufspaltung kommt Ruag International teuer zu stehen.
  • Hinzu kommt der Absturz der Luftfahrt während der Corona-Krise.
  • Sowohl Umsatz, Auftragseingänge als auch die Auftragsbestände sanken im letzten Jahr.

Der Absturz der Luftfahrt in der Coronakrise und die Aufspaltungskosten haben Ruag International im vergangenen Jahr schwer belastet. Gegen Jahresende habe sich die Situation jedoch stabilisiert, teilt das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Umsatz des auf zivile Luftfahrt und Raumfahrt spezialisierten Unternehmens ging im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 1,18 Milliarden Franken zurück. Der Auftragseingang sank um 5,2 Prozent auf 1,21 Milliarden und der Auftragsbestand lag im Jahresvergleich um 4,9 Prozent tiefer bei 1,17 Milliarden.

Konzentration weg von Aerospace-Gruppe

Der Betriebsverlust (EBIT) vergrösserte sich auf 224 Millionen Franken nach einem Minus von 80 Millionen im Vorjahr. Hier wirkten sich insbesondere die notwendigen Sonderabschreibungen und Rückstellungen in Höhe von 160 Millionen negativ aus, wie es weiter hiess. Diese seien aufgrund der komplett veränderten Marktsituation nötig geworden.

Darum hat das Unternehmen wie bekannt auch eine Strategieanpassung beschlossen. Man werde sich nicht länger auf die Bildung einer Aerospace-Gruppe konzentrieren. Stattdessen sollen die einzelnen Geschäftsbereiche individuell weiterentwickelt und später privatisiert werden.

Mit Blick auf den tieferen Auftragsbestand fällt der Ausblick vorsichtig aus. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem vergleichbaren Nettoumsatz und einem negativen Unternehmensergebnis im tiefen zweistelligen Millionen-Bereich. In der zweiten Jahreshälfte wird mit einer verbesserten Corona-Lage gerechnet.

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