Rohöl verteuert sich deutlich - Lage bleibt angespannt
Rohöl hat sich auf Wochensicht kräftig verteuert. Seit Montag ist der Preis für Rohöl aus der Nordsee um mehr als fünf Prozent gestiegen. Noch am Donnerstag waren die Notierungen deutlich gestiegen, bevor der Anstieg vorerst gestoppt wurde. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent mit Lieferung im Oktober wurde am Freitag bei 93,22 US-Dollar gehandelt und damit etwa ein halbes Prozent niedriger als am Vortag.

Nach wie vor zeichnet sich kein Ende des Iran-Kriegs ab, und die wichtige Transportroute von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus kann kaum genutzt werden.
«Die Situation an der Strasse von Hormus ist festgefahren», sagte Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, einen verstärkten Wirtschaftskrieg gegen den Iran führen zu wollen. Dabei dürfte er die Abnehmer von iranischem Öl ins Visier nehmen, darunter auch China.
China zählt zu den wichtigsten Abnehmern von Öl aus dem Iran. Die iranischen Ölexporte werden aber bereits durch die Seeblockade der USA stark beeinträchtigt. Durch die jüngsten Entwicklungen drohe das Öl-Angebot auf dem Weltmarkt weiter abzunehmen, sagte die Commerzbank-Expertin.






