Der Verwaltungsrat der Raiffeisen-Bankengruppe hat seine Strategie für die Jahre 2021 bis 2025 verabschiedet. Die Bank will näher zum Kunden rücken und Innovationen stärker vorantreiben. In die Umsetzung der neuen Strategie investiert sie 550 Millionen Franken.
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Raiffeisens Notfallplan wird von Finma bemägelt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Dank der neuen Strategie sollen ab 2025 Effizienzgewinne und zusätzliche Erträge im Umfang von jährlich rund 500 Millionen Franken generiert werden, wie die Raiffeisen-Gruppe am Samstag in einem Communiqué mitteilte.

Die Gruppe will Marktanteile in allen Geschäftsfeldern weiter erhöhen. Insbesondere im indifferenten Geschäft, zu dem das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gehört, sollen bis 2025 Mehrerträge erzielt werden.

Die traditionell enge Verbindung der Raiffeisenbanken zu ihren Genossenschafterinnen und Genossenschafter wird weiter ausgebaut. So wird etwa der Austausch mit den Mitgliedern über die digitalen Kanäle neu organisiert und intensiviert.

Die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz will die Geschäftsfelder privates Wohneigentum, Firmenkundengeschäft sowie Vermögensanlage und Vorsorge ausbauen. Sie hat Kunden mit kleinem und mittlerem Vermögen im Visier, die sie mit einfachen Lösungen unterstützen will.

Die Raiffeisen-Gruppe bricht mit ihrer neuen Strategie endgültig mit der Vergangenheit. Unter dem Konzernchef Pierin Vincenz hatte die Bank einen forschen Expansionskurs eingeschlagen. Vincenz und sein Geschäftspartner Beat Stocker werden im Zusammenhang mit Firmenkäufen diverser Vergehen verdächtigt.

Nach einer zwei Jahre dauernden Untersuchung steht die Zürcher Staatsanwaltschaft vor dem Abschluss der Beweisaufnahme. Vincenz und Stocker sassen nach Strafanzeigen des Bezahldienstleisters Aduno und von Raiffeisen im Frühjahr 2018 drei Monate lang in Untersuchungshaft.

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