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Raiffeisen-Ökonomen rechnen mit moderatem Wirtschaftswachstum

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Zürich,

Die Schweizer Wirtschaft erwartet moderates Wachstum trotz Herausforderungen.

Wirtschaft
Die Schweizer Wirtschaft soll etwas mehr Schwung erhalten. (Symbolbild) - keystone

Die Schweizer Wirtschaft bleibt 2026 auf moderatem Wachstumskurs. Laut Prognose der Raiffeisen-Ökonomen wird das Bruttoinlandprodukt (BIP) im kommenden Jahr um 1,0 Prozent zulegen.

Denn die Beruhigung an der Zollfront bedeute nicht, dass der Exportsektor sofort wieder durchstarte, heisst es von der Bank am Dienstag in einem Communiqué. So bleibe die Belastung mit einem «Strafzoll» von 15 Prozent hoch. «Aber er ist es wert», sagte Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.

Die effektive Zollbelastung dürfte laut seinen Berechnungen bei etwa 7 Prozent liegen, denn es gebe ja auch Branchen wie die Luft- und Raumfahrt, Gold oder die Pharmaindustrie, die von den Zöllen gar nicht betroffen seien.

Enthusiastisch sei er für 2026 trotzdem nicht, sagte der Experte. Denn viele Unternehmen hätten noch im ersten Halbjahr 2025 so viel wie möglich in die USA exportiert. Daher werde es keine Aufholjagd geben.

«Wir erwarten eher einen schwachen Start ins Exportjahr 2026», sagte Hasenmaile.

Tiefpunkt dürfte überschritten sein

Es gebe aber Anzeichen, das habe der KMU-PMI von Raiffeisen kürzlich gezeigt, dass der Tiefpunkt überschritten sein dürfte. Allerdings äusserten sich nicht alle befragten KMU zuversichtlich. Denn rund ein Drittel der exportorientierten Gewerbebetriebe schätzten ihre Geschäftsaussichten als schlecht ein.

Dagegen verzeichneten fast 60 Prozent der binnenorientierten Unternehmen einen guten Geschäftsgang. Die Hoffnungen lägen vor allem auf einer Belebung in der Eurozone. Hier könnten vor allem die Infrastrukturprojekte in Deutschland positive Impulse setzen.

Dazu kämen der starke Franken sowie hohe Strompreise, zudem bremse eine schwache Nachfrage aus Europa die Industrie. Als Stütze der Konjunktur erweise sich indes die Nachfrage im Inland. Der private Konsum profitiere von Zuwanderung und gestiegenen Reallöhnen.

Gleichzeitig dürfte die Inflation mit erwarteten 0,5 Prozent tief bleiben. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) werde daher den Leitzins das ganze Jahr unverändert bei 0,0 Prozent belassen, so Raiffeisen.

Als Achillesferse sieht Raiffeisen neben dem starken Franken, sollte er schockartig aufwerten, den Arbeitsmarkt. Dieser schwächle schon seit rund 2,5 Jahren, sagte Alexander Koch, Leiter Konjunktur- und Zinsanalyse Raiffeisen Schweiz. Grund dafür sei hauptsächlich die jahrelange europäische Industrieflaute.

Arbeitsmarkt stabilisiert sich

Am Arbeitsmarkt habe sich die Lage derweil stabilisiert. Die Arbeitslosenquote sei in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, bleibe aber mit voraussichtlich unter 3,5 Prozent moderat.

Der Personalabbau in der Industrie dürfte sich nach der Zoll-Einigung verlangsamen, so die Meinung der Raiffeisen-Ökonomen. «Die Schweizer Wirtschaft bleibt trotz Gegenwind stabil, grössere Rückschläge sind nicht zu erwarten», fasst Chefökonom Fredy Hasenmaile zusammen.

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