Peking: Handelsvereinbarungen mit Washington sollen umgesetzt werden

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    Die USA und China haben trotz ihres Streits über die Corona-Pandemie laut Angaben aus Peking vereinbart, die Umsetzung ihrer Handelsvereinbarungen vom Januar voranzubringen.

    Chinesischer Containerhafen
    Chinesischer Containerhafen - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Telefonat zwischen Regierungsbeauftragten beider Länder .

    Das chinesische Handelsministerium teilte am Freitag mit, bei einem Telefonat hätten beide Seiten versichert, eine «günstige Atmosphäre» und die Bedingungen für die Umsetzung der Vereinbarung schaffen zu wollen.

    An dem Gespräch hatten den Angaben zufolge der chinesische Vize-Regierungschef Liu He sowie der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin teilgenommen. Verabredet worden sei, die Kommunikation und Koordination zu den Handelsthemen aufrechtzuerhalten.

    Drohungen aus Washington, den Handelskonflikt zwischen den beiden weltgrössten Volkswirtschaften wieder zu verschärfen, hatten in den vergangenen Tagen die Märkte zusätzlich zur Corona-Krise beunruhigt. US-Präsident Donald Trump hatte Peking Anfang Mai im Streit um die Ursachen der Pandemie mit neuen Strafzöllen gedroht.

    Die Vereinbarung vom Januar war mit dem Ziel unterzeichnet worden, ein Ende des Handelskonflikts einzuleiten, in dem sich die beiden Länder über zwei Jahre hinweg mit massiven gegenseitigen Strafzöllen überzogen hatten.

    Peking sagte im Rahmen der Vereinbarung unter anderem zu, im Zeitraum von zwei Jahren zusätzlich US-Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar (184 Milliarden Euro) zu importieren. Trump ist das gewaltige Defizit seines Landes im Handel mit China ein ständiger Dorn im Auge.

    Durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sind die Beziehungen zwischen den USA und China zusätzlich massiv belastet worden. Das Virus war zuerst in der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan bei Menschen festgestellt worden und breitete sich danach über den gesamten Globus aus. Inzwischen sind die USA mit 1,25 Millionen Infektions- und rund 75.500 Todesfällen das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

    Trump wirft Peking mangelnde Transparenz über das Virus vor und hat mit Entschädigungsforderungen gedroht. Am Mittwoch sagte er, die «Attacke» durch das Virus sei schlimmer als die Terroranschläge vom 11. September 2001 und der japanische Angriff auf den US-Stützpunkt Pearl Harbor im Zweiten Weltkrieg.

    Der US-Präsident hat auch den Verdacht verbreitet, dass das Virus aus einem Labor in Wuhan stamme. Belege für diesen Vorwurf liefert er nicht.

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