Das österreichische Geldhaus Bawag hat im dritten Quartal vor allem wegen geringerer Vorsorgen für Kreditausfälle einen Gewinnsprung um mehr als die Hälfte gemacht. Der Nettogewinn kletterte um 57 Prozent auf 123 Millionen Euro, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Stark geschrumpft seien die Risikokosten, die sich um 57 Prozent auf 22 Millionen Euro reduzierten.
Euro-Symbol vor Flaggen in Brüssel
Euro-Symbol vor Flaggen in Brüssel - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bawag hatte so wie andere Banken auch während der Corona-Pandemie die Vorsorgen für Kreditausfälle deutlich erhöht.

Trotz des besseren wirtschaftlichen Umfeldes seien bisher keine Reserven aufgelöst worden, erklärte die Bank, deren grösster Aktionär auch nach dem jüngsten Aktienverkauf weiterhin der US-Hedgefonds GoldenTree ist. Im weiteren Jahresverlauf sei mit einer anhaltenden Normalisierung der Risikokosten auf ein Niveau von unter 100 Millionen Euro zu rechnen, hiess es.

Der Vorsteuergewinn kletterte im dritten Quartal um 60 Prozent auf 162 Millionen Euro. Die operativen Kernerträge legten um drei Prozent auf 306 Millionen Euro zu. Die Kosten-Ertrags-Quote sank um vier Prozentpunkte auf 39,2 Prozent. Die harte Kernkapitalquote (CET1) beläuft sich zum Ende der ersten neun Monate auf 14,7 Prozent. Die Bawag sieht sich damit auf Kurs, ihre Ziele zu erreichen. Für das Gesamtjahr werde weiterhin ein Vorsteuergewinn von rund 575 Millionen Euro anvisiert. Die Dividende soll bei rund 2,60 Euro je Aktie liegen.

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