UN verlängern Afghanistan-Mandat nur für drei Monate

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USA,

Das Mandat der UN-Hilfsmission für Afghanistan (Unama) wird nur um drei Monate verlängert. Dafür stimmten Mitglieder des UN-Sicherheitsrats bei einer Sitzung in New York einstimmig.

Mandat
Das Mandat der UN-Hilfsmission für Afghanistan (Unama) wird nur um drei Monate verlängert. - keystone

Zu Beginn der Verhandlungen um das Mandat habe China eine einjährige Verlängerung wie in der Vergangenheit beantragt, berichtete die unabhängige UN-News-Seite «Security Council Report». Die Vereinigten Staaten hatten sich demnach jedoch für eine Verlängerung des Mandats für nur drei Monate eingesetzt. Die USA begründeten ihre Position damit, ein kürzeres Mandat würde erlauben, dieses umfassend zu evaluieren.

Unama erhielt das erste Mandat 2002 und beschäftigte nach eigenen Angaben zuletzt etwa 990 Angestellte. Neben der Überwachung der Menschenrechtslage unter den islamistischen Taliban leistet Unama kritische Entwicklungshilfe in Afghanistan. Die UN-Mission koordiniert dabei unter anderem die Arbeit des Welternährungsprogramms (WFP) und des Kinderhilfswerks Unicef.

Die humanitäre Lage in Afghanistan gilt als sehr angespannt. Zudem befindet sich das Nachbarland Pakistan derzeit in «offenem Krieg» mit den islamistischen Taliban in Kabul.

Das Welternährungsprogramm beispielsweise versorgt nach eigenen Angaben mehr als 20.000 durch den Konflikt vertriebene Familien mit Nahrungsmitteln. Mit Blick auf den Krieg in Afghanistans Nachbarland im Westen, dem Iran, sagte John Aylieff, WFP-Direktor in Afghanistan: «Afghanistan befindet sich zwischen zwei Konflikten, und jede weitere Instabilität wird Millionen Menschen noch tiefer in den Hunger treiben und eine Region zusätzlich belasten, die ohnehin schon am Abgrund steht.»

Kommentare

User #3392 (nicht angemeldet)

Es müssen endlich sichere Fluchtwege aus Afghanistan nach Europa geöffnet werden.

User #6967 (nicht angemeldet)

Dank VSA sind die Taliban fest an der Macht.

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