Ölteppich vor Emiraten bedroht Küste
Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist Öl aus einem Tanker ausgelaufen. Die Behörden haben Strände im Emirat Umm al-Quwain nördlich von Dubai gesperrt und Reinigungsarbeiten eingeleitet. Umweltschützer warnen vor einer möglichen Ölpest.

Laut dem Umweltministerium wurde ein Leck an einem Öltanker festgestellt, das die Strände des Emirats beeinträchtigt. Die Behörden versuchten, die Umweltschäden zu begrenzen. Zum Ausmass des Ölaustritts und zur Identität des betroffenen Schiffes machte das Ministerium keine Angaben.
Die niederländische Organisation PAX veröffentlichte unterdessen Angaben zu Satellitenbildern vom 19. und Radaraufnahmen vom 21. Oktober. Demnach erstreckt sich der Ölteppich über eine Länge von rund 40 Kilometern und eine Fläche von 190 Quadratkilometern. Seine Ausläufer reichen bis auf sechs Kilometer an die Küste heran.
In dem Gebiet war am 9. Oktober ein unter panamaischer Flagge fahrender Öltanker von einem Geschoss getroffen worden. Dabei war ein Feuer ausgebrochen, das später gelöscht werden konnte. Das Schiff gehört dem taiwanischen Unternehmen Global Energy Maritime und hatte Anfang März zwei Millionen Barrel Erdöl in Saudi-Arabien geladen.
Ob es sich bei der ausgelaufenen Flüssigkeit um schweres Rohöl oder leichtere Kohlenwasserstoffe handelt, ist laut PAX unklar. Rohöl könnte erhebliche Schäden an Stränden und Meeresökosystemen verursachen. Leichtere Stoffe könnten dagegen rasch verdunsten.
In den vergangenen Tagen hatten Bewohner mehrerer Emirate, darunter Dubai und Sharjah, über starken Benzingeruch geklagt. Das Umweltministerium erklärte, davon gehe keine Gesundheitsgefahr aus.
Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund des Krieges mit dem Iran. In den vergangenen Tagen wurden zahlreiche Angriffe auf Schiffe nahe der Strasse von Hormus gemeldet. Teheran beansprucht die Kontrolle über die Meerenge, durch die vor dem Krieg rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte führte.










