Ölpreise sinken wegen Trumps Optimismus und Waffenruhe im Libanon
Die Ölpreise haben am Morgen etwas nachgegeben. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sank zuletzt um 1,26 Prozent und kostete 98,09 US-Dollar je Fass (159 Liter) Rohöl.

Während im Libanon seit Mitternacht eine Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gilt, zeigt sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine Einigung auch im Krieg mit Teheran. «Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen», sagte er Reportern vor dem Weissen Haus. Sollte es nötig sein, werde er die noch bis Mittwoch dauernde Waffednruhe verlängern, sagte Trump.
Unter dem starken wirtschaftlichen Druck durch die Blockade der Strasse von Hormus beraten unter anderem Deutschland, Frankreich und Grossbritannien am (heutigen) Freitag in Paris über eine mögliche Militärmission nach dem Iran-Krieg. Das Ziel ist die Erarbeitung eines «multinationalen Plans» zur Sicherung der Meerenge.
«Das vorherrschende Thema ist jetzt nicht Eskalation, sondern Stabilisierung», sagte Priyanka Sachdeva, Senior Market Analyst beim Broker Phillip Nova Pte, der Nachrichtenagentur Bloomberg. «Die Ölmärkte senden eine klare Botschaft: Angst trieb die Rally, Diplomatie treibt die Korrektur, und Unsicherheit wird die Volatilität in Zukunft bestimmen.»
Der Ölmarkt ist von dem Konflikt stark erschüttert worden. Die Kämpfe führten zu einem beispiellosen Angebotsschock, nachdem Teheran den Grossteil des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus gestoppt und damit ein Fünftel der weltweiten Ölströme gestört hatte. Zuletzt verhängten die USA zudem eine eigene Seeblockade.






