Oberland

    Oerlikon mit deutlich mehr Umsatz und Auftragseingang im 3. Quartal

    Keystone-SDA
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    Pfäffikon,

    Oerlikon hat im Sommer kräftig Gas gegeben. Der Industriekonzern steigerte Umsatz und Auftragseingang deutlich.

    Der Industriekonzern Oerlikon profitiert im dritten Quartal von einer starken Nachfrage aus der Luftfahrt- und Energieindustrie. (Symbolbild)
    Der Industriekonzern Oerlikon profitiert im dritten Quartal von einer starken Nachfrage aus der Luftfahrt- und Energieindustrie. (Symbolbild) - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

    Der Umsatz stieg von Juli bis Ende September um 10,8 Prozent auf 421 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dabei hat sich der Gegenwind vom starken Franken mittlerweile in Rückenwind verwandelt, da sich die Schweizer Währung im Sommer abgewertet hat. Bereinigt um Wechselkurseffekte sei der Umsatz lediglich um 10,1 Prozent geklettert.

    Der Auftragseingang wuchs derweil um 15,9 Prozent auf 458 Millionen Franken. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Bestellungseingang um 14,9 Prozent gestiegen.

    Mit diesen Resultaten hat Oerlikon die Erwartungen der Analysten klar übertroffen.

    Rückenwind von Luftfahrt

    Getrieben wurde das Wachstum vor allem durch eine starke Nachfrage in der Luftfahrt, der Energieerzeugung, wo Industriegasturbinen gefragt waren, und der allgemeinen Industrie. Zudem profitierte der Konzern von Preiserhöhungen. Der Luxusgütermarkt zeigte weiterhin Anzeichen einer Stabilisierung. Dagegen sei der Automobilmarkt schwach geblieben, hiess es.

    Rückenwind kam von der aufgehellten wirtschaftlichen Lage. In den wichtigsten Volkswirtschaften hätten sich die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) verbessert und über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten gelegen, schrieb Oerlikon. Zudem profitierte der Konzern davon, dass die Kunden wegen anhaltenden Lieferkettenengpässen ihre Versorgung mit bestimmten kritischen Mineralien wie Wolfram und Yttrium gesichert hätten.

    Schub bei Materials & Equipment

    Von den Sparten zeigte Materials & Equipment die stärkste Leistung. Hier schossen der Umsatz um rund 22 Prozent und der Bestellungseingang um 31 Prozent nach oben. Gründe seien eine höhere Nachfrage und positive Preiseffekte, insbesondere in der Luftfahrt und Energie.

    Die Beschichtungssparte habe ihr Wachstum mit einem Umsatzplus von knapp 7 Prozent und einem Auftragsplus von rund 8 Prozent fortgesetzt, hiess es. Hier halfen die allgemeine Industrie und der Werkzeugbau.

    Das Segment Komponenten entwickelte sich stabil, unterstützt durch die Luftfahrt und das anhaltende Wachstum neuer Anwendungen, einschliesslich additiver Fertigung und Isolationen für Elektrofahrzeugbatterien. Der Umsatz der Sparte kletterte um gut 1 Prozent, während der Auftragseingang um rund 7 Prozent zulegte.

    Erhöhter Ausblick bestätigt

    An den im August erhöhten Zielen für das Gesamtjahr hielt Oerlikon auf Grundlage der Leistung im dritten Quartal und des aktuellen Auftragsbestands fest. So erwartet der Konzern bei konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die operative EBITDA-Marge soll 18,5 bis 19,5 Prozent erreichen.

    Bis 2030 strebt der Industriekonzern einen Umsatz von mehr als 2 Milliarden Franken an, was einem durchschnittlichen organischen Wachstum von rund 6 Prozent pro Jahr bei konstanten Wechselkursen entspricht. Zudem soll die operative EBITDA-Marge bis 2030 auf über 20 Prozent steigen. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) soll mehr als 10 Prozent betragen.

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