Novartis

Novartis schliesst Werk in Wehr – 220 Arbeitsplätze betroffen

Maja Bojic
Maja Bojic

Fricktal,

Novartis will seinen Produktionsstandort in Wehr bis Ende 2028 schliessen. Rund 220 Arbeitsplätze fallen weg. Der Standort gilt als nicht mehr wettbewerbsfähig.

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Novartis passt im Zuge der Werksschliessung auch seine Deposits und Lagerstrukturen im europäischen Produktionsnetz an. (Archivbild) - keystone

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will seinen Standort im baden-württembergischen Wehr schliessen, berichtet das «SRF». Die Produktion soll bis Ende 2028 vollständig eingestellt werden.

Rund 220 Arbeitsplätze sind von der Schliessung betroffen, wie «finanzen.ch» berichtet. Der Standort im Landkreis Waldshut gilt laut Unternehmen als nicht mehr wettbewerbsfähig.

Am Standort Wehr wurden bislang Tabletten und Kapseln produziert. Die Versorgung von Patienten soll durch die Schliessung nicht beeinträchtigt werden.

Begründung und Perspektiven

Novartis verweist auf strukturelle Anpassungen im globalen Produktionsnetz. Der Konzern plant eine Verlagerung von Kapazitäten an andere Standorte.

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Produktionschef Steffen Lang erklärte laut dem «SRF», man sei sich der Unsicherheit für die Beschäftigten bewusst. Das Unternehmen wolle transparent und respektvoll mit Mitarbeitenden und der Gemeinde umgehen.

Parallel investiert Novartis in neue Produktionskapazitäten in Deutschland. In Halle in Sachsen-Anhalt entsteht eine Anlage für Krebstherapien.

Novartis: Investitionen und Deutschlandstrategie

Die neue Produktionsstätte in Halle soll 2027 den Betrieb aufnehmen, berichtet das «SRF». Novartis investiert dafür rund 35 Millionen Euro (etwa 33 Millionen Schweizer Franken) in den Standort.

In Deutschland beschäftigt der Konzern derzeit über 2600 Mitarbeitende an sechs Standorten. Trotz der Schliessung bekennt sich Novartis weiterhin zum Standort Deutschland.

Weitere Standortanpassungen

Auch andere Medien berichten über die geplanten Anpassungen im europäischen Netzwerk des Konzerns. Laut «finanzen.ch» stehen Effizienzsteigerungen im Zentrum der strategischen Massnahmen.

Novartis
Novartis nutzt Deposits als wichtige Schnittstellen, um Medikamente effizient an verschiedene Märkte zu verteilen. (Archivbild) - keystone

Die Schliessung des Werks in Wehr ist Teil dieser umfassenden Neuordnung innerhalb des Unternehmens. Der Konzern passt dabei mehrere Standorte im Zuge seiner globalen Strategie an.

Weitere Details zum genauen Ablauf der Schliessung sollen im Verlauf der Umsetzung folgen. Die Massnahmen werden schrittweise innerhalb des Produktionsnetzwerks umgesetzt.

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Kommentare

User #3611 (nicht angemeldet)

Alles verschlafen, über Jahre nicht investiert alles kaputt gespart, armes Deutschland, die Politik versagt, keiner geht auf die Strasse wie in Frankreich sind wir vielleicht selber Schuld daran?

User #1900 (nicht angemeldet)

Die Jobs gehen zum einen in die USA (Trumps Zolldrohung) und zum anderen nach Slowenien für die Europa Produktion (die Leute arbeiten dort für 1/4). Die deutschen Politiker haben es verbockt.

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