Zwei Schweizer CEOs knacken die 20-Millionen-Marke
Geldregen an der Spitze: Novartis-Chef Vasant Narasimhan kassiert fast 25 Millionen – doch hinter den Mega-Löhnen steckt auch ein überraschendes Auf und Ab.

Das Wichtigste in Kürze
- Der CEO von Novartis, Vasant Narasimhan, bleibt Topverdiener mit rund 25 Mio. Franken.
- Stefan Bollinger, CEO von Julius Bär, verdient fast gleich viel dank Sonderzahlungen.
- Viele CEOs verdienten 2025 weniger – oft besteht Lohn aus Aktien statt Bargeld.
Auch 2025 sind die Löhne und Boni der CEOs der grössten Unternehmen der Schweiz im Schnitt gestiegen. Zwei Manager erhielten sogar mehr als 20 Millionen Franken. Doch nicht überall ging es aufwärts.
Spitzenverdiener blieb wie im Vorjahr Vasant Narasimhan, der CEO von Novartis. Seine Gesamtentschädigung stieg um 30 Prozent auf 24,9 Millionen Franken. In seinen acht Jahren an der Spitze des Pharmariesen legte sein Jahreseinkommen jedes Jahr durchschnittlich um knapp ein Fünftel zu.
Dies zeigt eine Auswertung der Nachrichtenagentur AWP zu den CEO-Löhnen der 30 grössten Unternehmen an der Schweizer Börse. Bisher haben allerdings erst 24 der 30 Konzerne ihre Vergütungsberichte veröffentlicht.
Stefan Bollinger, der neue Chef der Bank Julius Bär, verzeichnete die grösste Gehaltssteigerung. Und rangiert damit auf dem zweiten Platz der Topverdiener. Er erhielt mit 24 Millionen Franken mehr als das Vierfache des Gehalts seines Vorgängers.
Davon entfielen jedoch 60 Prozent auf Ausgleichszahlungen für entgangene Vergütungen bei seinem früheren Arbeitgeber Goldman Sachs.
8 Prozent weniger als 2024
Die Gruppe der drei bestverdienenden Führungskräfte wird durch Galderma-Chef Flemming Ørnskov komplettiert. Der Hautpflegespezialist zahlte seinem CEO eine Vergütung von 17,6 Millionen Franken.
Dies waren allerdings 8 Prozent weniger als im Vorjahr 2024. 2024 wurde der Lohn zudem lediglich für acht Monate ausgewiesen.
Auch David Layton, CEO der Partners Group, verdiente weniger. Und rutschte, verdrängt durch Bollinger und Ørnskov, in diesem Jahr um zwei Plätze auf Rang 4 ab. Sein Einkommen lag bei 15,9 Millionen Franken, was einem Rückgang von 6 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

UBS-Chef Sergio Ermotti kommt mit seinen 14,9 Millionen Franken im Ranking nur noch auf dem fünften Platz. Er verdiente ungefähr gleich viel wie im Vorjahr.
Innerhalb der bisher 24 veröffentlichten Berichte ist Géraldine Picaud, die bisher einzige Frau im Ranking und in den Top 10.
Sie ist CEO von SGS. Im Jahr 2025 erhielt sie ein Gehalt von 8,1 Millionen Franken.
Weitere Frau in den Top 10?
Ebenfalls eine Frau an der Spitze eines SLI-Unternehmens ist Hanneke Faber bei Logitech. Bisher hat der Konzern seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2024/25 noch nicht veröffentlicht.
Zwischen April 2023 und März 2024 verdiente sie mit 9,7 Millionen Franken mehr als Picaud. Damit würde sie sich auch in diesem Jahr unter den Top 10 platzieren.
Das Salär des neuen CEO von Nestlé, Philipp Navratil, beträgt für die ersten vier Monate 4,8 Millionen Franken. Hochgerechnet auf ein Jahr würde er damit das letzte volle Gehalt seines Vorvorgängers Mark Schneider deutlich übertreffen.
Zum unmittelbaren Vorgänger Laurent Freixe machte Nestlé keine Angaben. Freixe war im vergangenen Herbst aufgrund einer Liebesbeziehung zu einer ihm unterstellten Managerin von seinem Amt freigestellt worden.
Fast die Hälfte verdiente weniger
Insgesamt zeigt sich jedoch ein gemischtes Bild: Fast die Hälfte der CEOs verdiente weniger als im Vorjahr. Etwa ein Drittel erhielt nur moderate Gehaltssteigerungen (zwischen 5 und 13 Prozent).
Deutlich geringere Vergütungen im zweistelligen Prozentbereich gab es unter anderem bei Sika. Ein Grund dafür war das Nichterreichen der von Experten und Analysten erwarteten Umsatzziele.
Bei der ausgewiesenen Entlöhnung erhalten die Manager nur Teile sofort und in bar ausbezahlt. Oft werden den CEOs Aktienpakete zugesprochen, die teilweise auch noch mehrere Jahre lang nicht verkauft werden dürfen. Und deren Wert sich entsprechend noch stark ändern kann.
Für den Vergleich und die Analyse der CEO-Vergütungen wurden unterschiedliche Bewertungsmethoden vereinheitlicht.
















