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    Nike schafft dank Online-Boom die Trendwende

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    USA,

    Der weltgrösste Sportartikelkonzern Nike hat dank eines boomenden Online-Geschäfts in der Coronakrise die Trendwende geschafft.

    Der weltgrösste Sportartikelkonzern Nike hat dank eines boomenden Online-Geschäfts in der Coronakrise die Trendwende geschafft. Der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal 2020/21 (per Ende August) nur marginal, der Gewinn legte zu. (Archivbild)
    Der weltgrösste Sportartikelkonzern Nike hat dank eines boomenden Online-Geschäfts in der Coronakrise die Trendwende geschafft. Der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal 2020/21 (per Ende August) nur marginal, der Gewinn legte zu. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/CHRIS O'MEARA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nike schafft dank dem boomenden Online-Handel die Trendwende.
    • Dies trotz der andauernden Corona-Krise.

    Der weltgrösste Sportartikelkonzern Nike hat dank eines boomenden Online-Geschäfts in der Coronakrise die Trendwende geschafft. Der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal 2020/21 (per Ende August) nur marginal auf 10,6 Milliarden Dollar.

    Denn das Geschäft im Internet schnellte um 82 Prozent nach oben, wie der grössere Sportartikelhersteller der Welt in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. In Europa haben sich die Online-Umsätze sogar mehr als verdoppelt.

    «Digital ist die neue Normalität. Der Konsument ist heute digital verwurzelt, und das wird sich schlicht nicht mehr ändern», zeigte sich Konzernchef John Donahoe überzeugt. Niedrigere Verwaltungskosten brachten Nike einen Nettogewinn von 1,52 Milliarden Dollar. Das sind 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

    Nike Jacquemus
    Das Nike-Logo vor einem Laden. - Keystone

    Die Nike-Aktien schnellten angesichts der überraschend guten Zahlen nachbörslich um 13 Prozent nach oben und dürften damit am Mittwoch auf einem Allzeithoch von rund 132 Dollar eröffnen. Das zog auch die Aktien von Adidas und Puma mit: Der Kurs der Nummer zwei auf dem Weltmarkt legte an der Frankfurter Börse um 5 Prozent zu, Puma-Papiere kletterten um mehr als 4 Prozent.

    Die grossen Sportartikelhersteller hatten im Frühjahr mit wochenlang geschlossenen Läden zu kämpfen, Lagerbestände türmten sich bei den Zulieferen oder in den Geschäften. In Lateinamerika haben wegen der dort wütenden Corona-Pandemie immer noch nicht alle Sportgeschäfte wieder geöffnet. Und selbst wo sie offen sind, kommt meist noch weniger Kundschaft, wie Nike einräumte.

    Im Quartal von März bis Mai hatte Nike einen Verlust von 790 Millionen Dollar ausgewiesen. Doch die weltweite Nummer eins hat sich schnell auf die neuen Verhältnisse eingestellt. Der Verkauf über das Internet machte zuletzt rund ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Die Lagerbestände lägen noch 15 Prozent über dem Vorjahresniveau, aber neun Prozent niedriger als im vierten Quartal.

    Nike profitiert von neuer Vermarktungsstrategie
    Nike profitiert von neuer Vermarktungsstrategie - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

    Mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr zeichnete Finanzchef Matt Friend ein optimistisches Bild: Der Umsatz werde um einen hohen einstelligen oder sogar einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz zulegen, wobei er in der ersten Jahreshälfte noch auf der Stelle treten werde.

    Analysten hatten Nike im Schnitt bisher nur ein Plus von knapp 6 Prozent zugetraut. Die Marge werde aber davon abhängen, welcher Teil der Lagerbestände sich nur verbilligt im Fabrikverkauf losschlagen lasse. Friend hofft auf eine stabile Bruttomarge.

    In China zog der Umsatz dank Online- und Fabrikverkäufen bereits im ersten Quartal um sechs Prozent an, in Europa und den angrenzenden Regionen um fünf Prozent.

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