Nestlé-Konkurrent Danone mit stark verlangsamtem Wachstum
Beim französischen Lebensmittelkonzern Danone hat sich das organische Wachstum im ersten Quartal unter anderem wegen schlechterer Konsumstimmung und aufgrund des Babynahrung-Rückrufs stark verlangsamt. Der Nestlé-Konkurrent übertraf dabei aber die Erwartungen leicht und bestätigte den Ausblick.

Bereinigt um Wechselkurse und Konzernveränderungen legte der Umsatz um 2,7 Prozent zu. Nominal gingen die Verkäufe um 2,0 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Vorquartal hatte das organisches Wachstum noch 4,7 Prozent betragen. Für 2026 erwartet Danone weiterhin ein Wachstum von 3 bis 5 Prozent.
Der Konzern sprach von einer «qualitativ guten Entwicklung» im ersten Quartal in allen Geschäftsbereichen – Milchprodukte, Spezialnahrung und Wasser. Konzernchef Antoine de Saint-Affrique erklärte, die Zahlen zeigten die Widerstandsfähigkeit des Geschäfts trotz schwieriger Rahmenbedingungen.
Die grösste Belastung kam aus dem Bereich Spezialnahrung. Der europaweite Rückruf von Säuglingsmilch drückte auf die Absatzmengen, zudem verwies das Unternehmen auf zusätzlichen Druck durch den Konflikt im Nahen Osten. In Europa habe sich die Lage inzwischen weitgehend normalisiert, hiess es.
Den Umsatzrückgang im Konzern führte Finanzchef Juergen Esser vor allem auf die Stärke des Euro zurück. Diese habe den Erlös um rund fünf Prozent gedrückt.
Auch der Krieg im Nahen Osten wirkt sich auf das Geschäft aus. In der Region erzielt Danone rund zwei bis drei Prozent seines Umsatzes. Die Folgen lassen sich derzeit noch nicht genau beziffern.
Das Unternehmen kündigte an, weiter in seine Marken und das Produktportfolio zu investieren, um gestärkt aus der aktuellen Phase hervorzugehen.
Nestlé wird am Donnerstag über das erste Quartal berichten.














