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Migros Zürich mit 180-Millionen-Verlust wegen Tegut und Alnatura

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die Genossenschaft Migros Zürich ist 2025 wegen Belastungen durch die kriselnde deutsche Biosupermarktkette Tegut und die Schliessung der Alnatura-Filialen tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich blieb ein Minus von 180 Millionen Franken nach einem Verlust von 125 Millionen im Jahr davor.

Die Genossenschaft Migros Zürich ist 2025 tiefer in die roten Zahlen gerutscht. (Archivbild)
Die Genossenschaft Migros Zürich ist 2025 tiefer in die roten Zahlen gerutscht. (Archivbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Auch das ausgewiesene operative Ergebnis (EBIT) verschlechterte sich aufgrund der Wertberichtigungen und strategischen Entscheide deutlich auf minus 198 Millionen Franken nach einem Betriebsverlust von 126 Millionen im Vorjahr. Ohne Sondereffekte stieg das operative Ergebnis hingegen deutlich um 89 Prozent auf rund 55 Millionen Franken.

Der Umsatz im Kerngeschäft mit dem Migros-Läden sank leicht um 0,6 Prozent auf 2,14 Milliarden Franken. Zwar legten die Verkaufsvolumen und auch die Kundenfrequenz um 2,2 Prozent zu, doch konnten tiefere Durchschnittseinkaufsausgaben der Kunden infolge der Tiefpreisstrategie den Rückgang nicht kompensieren.

Die deutsche Bioladenkette Tegut, welche die Migros 2013 erwarb und nun verkaufen will, verhagelte der Migros Zürich einmal mehr das Geschäft. Die Tochter schrieb weiterhin Verluste, auch wenn diese auf 26 Millionen Franken halbiert werden konnten. Gleichzeitig gingen die Umsätze bei Tegut im schwierigen deutschen Markt zurück.

Ein Lichtblick war das Fitnessunternehmen Movemi. Dessen Umsatz stieg weiter um 9 Prozent auf 239 Millionen Franken.

Auch auf Gruppenebene zeigte sich ein ähnliches Bild: Der konsolidierte Umsatz der GMZ-Gruppe sank um 3,9 Prozent auf 4,014 Milliarden Franken. Unter dem Strich vergrösserte sich der Reinverlust auf 141 Millionen Franken nach einem Defizit von 116 Millionen im Vorjahr. Das operative Ergebnis blieb mit minus 151 Millionen Franken ebenfalls klar negativ.

Die Umsatzrückgänge sind neben Tegut und der Schliessung von Alnatura auch auf die Veräusserung von Fachmärkten zurückzuführen.

Trotz der roten Zahlen bezeichnete das Unternehmen seine finanzielle Lage als solide. Das Eigenkapital belief sich auf 834 Millionen Franken, die Eigenkapitalquote lag bei über 61 Prozent. Investitionen von 76 Millionen Franken wurden vollständig aus eigenen Mitteln finanziert.

2026 will die Migros Zürich sieben neue Supermarkt- und VOI-Filialen eröffnen. Neun Läden sollen umgebaut werden.

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Kommentare

User #2199 (nicht angemeldet)

Die Migros muss sich noch viel mehr verschlanken. Schafft endlich die 10 Regionalgenossenschaften ab. Wie es Coop vor Jahren schon gemacht hat. 10 Regionalfürsten im Migros Reich wursteln vor sich hin und verdienen sehr hohe Löhne. Und machen dann so einen Seich wie die von Migros Zürich mit dem Kauf von Tegut. Eine Genossenschaft Migros, ein Ladenkonzept, nicht dutzende verschiedene Prunkbauten auf der Wiese wo jeder anders aussieht und jeder von einem anderen Architekten entworfen wurde. Und, und, und…. Nein, da braucht es keinen McKinsey dazu der die Migros rigoros zerpflückt und aushöhlt. Ich, als ehemaliger Genossenschaftsrat hätte das der Migros für 30 Millionen weniger auch sagen können.

User #2199 (nicht angemeldet)

Es ist schon tragisch, wie die Migros mit Ihren Ressourcen umgeht. Jedes Ausland-Abenteuer endet in einem riesigen Debakel. Da war zuerst die Übernahme von Konsum Österreich da wurden eine halbe Milliarde Schweizerfranken verbraten. Komisch, viele Läden gehören heute zu Spar Österreich und laufen. Dann Migros Deutschland mit einigen wenigen Läden in deutschen Grossstädten. Wie wenn die auf die teuren Schweizer gewartet hätten. Migros France, geht da noch was? Dann das Tegut Abenteuer das jetzt wieder über eine halbe Milliarde zu Buche schlägt. Galaxus Deutschland (mit Frankreich und Österreich) wird wohl auch irgendwann abgestossen werden, dann sind auch diese Träume vom Internationalen Elektronik und Gemischtwarenhändler ausgeträumt. Offenbar wollen sie noch immer zu Amazon, Temu, Ali Baba, Shein und Zalando aufschliessen. Was macht die Migros falsch und wieso kriegen das die deutschen Harddiscounter so viel besser hin? Aldi, vor allem Lidl preschen in der Schweiz voran, dass es einem fast schwindlig wird. Und die sind nicht mit ihrem billigen Ladenkonzept in die Schweiz gekommen, sondern haben sich so sehr angepasst, dass man meint, es wären Schweizer Lebensmitteldiscounter.

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