Migros

Migros einigt sich mit Tante Enso über Verkauf weiterer Tegut-Läden

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Die Migros steht vor dem Verkauf weiteren bis zu 36 Tegut-Bioläden. Käuferin ist die deutsche Smart-Store-Kette Tante Enso. Diese will laut Mitteilung vom Montag damit die Nahversorgung insbesondere im ländlichen Raum sichern.

Die deutsche Smart-Store-Kette Tante Enso will von der Migros Tegut-Bioläden kaufen, um die Versorgung insbesondere im ländlichen Raum zu sichern. (Archivbild)
Die deutsche Smart-Store-Kette Tante Enso will von der Migros Tegut-Bioläden kaufen, um die Versorgung insbesondere im ländlichen Raum zu sichern. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/HEIKO REBSCH

Die betroffenen Standorte liegen in Thüringen, Hessen und Bayern. Sie sollen nach Abschluss der Transaktion schrittweise in das hybride Tante-Enso-Konzept überführt werden. Die Transaktion steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung durch die deutschen Wettbewerbsbehörden.

«Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit viel Engagement diese Märkte betrieben und bekommen durch Tante Enso eine Perspektive für ihre weitere Zukunft», sagte Thomas Gutberlet, Geschäftsführer und Gesellschafter von Tante Enso. Er war bis 2024 Geschäftsführer von Tegut.

Mit dem Verkauf setzt die Migros ihren Rückzug aus dem deutschen Detailhandel um. Die Zürcher Migros-Genossenschaft hatte im März bei der defizitären Tochter Tegut mit rund 7500 Beschäftigten die Reissleine gezogen und angekündigt, die rund 340 Filialen veräussern zu wollen. Der Rückzug kostete die Migros Zürich allein 2025 rund 270 Millionen Euro. Insgesamt dürften sich die Verluste seit der Übernahme von Tegut im Jahr 2013 bis zum Verkauf auf maximal 600 Millionen Euro belaufen.

Neben Tante Enso zeigten auch andere Händler Interesse an Tegut-Läden: So will der grösste deutsche Lebensmittelhändler Edeka einen grossen Teil der Filialen übernehmen, während der Konkurrent Rewe ebenfalls Standorte erwerben möchte. Auch Aldi Nord prüft einzelne Übernahmen.

Noch ist die Migros nicht am Ziel: Weitere Verhandlungen zum Verkauf von Läden seien noch am Laufen, sagte eine Sprecherin von Migros Zürich der Nachrichtenagentur AWP am Montag auf Anfrage. Unklar bleibt, wie viele Standorte im Zuge der laufenden Verkaufsprozesse langfristig weitergeführt werden.

Tante Enso betreibt derzeit knapp 90 weitgehend automatisierte Kleinläden in Deutschland, vor allem in strukturschwachen Regionen. Sie kombinieren rund um die Uhr zugängliche Mini-Supermärkte mit zeitweise besetzten Verkaufsphasen. Das Unternehmen setzt auf ein genossenschaftlich geprägtes Modell mit lokaler Beteiligung der Bevölkerung.

Kommentare

User #9572 (nicht angemeldet)

Nun bekommt der ehemalige Tegut Besitzer wieder einen Teil seiner Geschäfte retour...vermutlich Gratis wie damals als die Migros die Firma Depot wieder dem Vorbesitzer Gratis zurück gab inkl. neuem Lager das gebaut wurde!!!

User #5268 (nicht angemeldet)

Migro spielt Monopoli. Was soll denn an der BIOLADENKETTEso wertvoll sein?

Weiterlesen

Sitzplatz
8 Interaktionen
«Teuerstes Land»
Donald Trump
34 Interaktionen
Finanz-Sorgen

MEHR MIGROS

19 Interaktionen
Luzern
migros
125 Interaktionen
«Bitte»
Tante Enso
Tegut-Läden
Mario Irminger
410 Interaktionen
10-Mio.-Initiative

MEHR AUS STADT BERN

Larissa Hodgson
7 Interaktionen
Nach Spritze
Essende
120 Interaktionen
Hattrick gegen Thun
Berner Spitäler
63 Interaktionen
«Hohe Abhängigkeit»