Konsumkreditmarkt schrumpft mit rekordhoher Ablehnungsquote
Der Schweizer Konsumkreditmarkt ist auch im letzten Jahr geschrumpft. Ein Hauptgrund für den Rückgang ist laut dem Vergleichsportal Kreditvergleich.ch ein neuer Rekord bei abgelehnten Kreditanfragen.

Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag veröffentlichte Auswertung der Plattform basierend auf Daten der Zentralstelle für Kreditinformationen (ZEK). Die Zahlen für 2025 zeigen demnach, dass die Ablehnungsquote bei den im ZEK-Neugeschäft erfassten Gesuchen bei 37 Prozent lag.
Die ZEK-Statistik umfasst den Angaben nach dabei Gesuche aus den Bereichen Konsumkredite, Leasing und Kreditkarten. Im Vorjahr habe diese Quote bei 35,5 Prozent gelegen. «Damit erreicht die Ablehnungsquote den höchsten Stand seit Beginn der Marktanalyse im Jahr 2017», schreibt das Portal dazu.
Ebenfalls gefallen sei das Volumen neu abgeschlossener Konsumkreditverträge. Im Vergleich zum Vorjahr betrug es 2025 mit 3,99 Milliarden Franken 3,9 Prozent weniger. Und auch die Anzahl neu abgeschlossener Konsumkreditverträge ging mit 114'697 Abschlüssen um 1,7 Prozent zurück.
Die Kombination aus einer steigenden Ablehnungsquote und einem rückläufigen Volumen neu abgeschlossener Konsumkreditverträge zeige damit eine verhaltene Entwicklung im Konsumkreditmarkt. Es sei aber auch ein Zeichen dafür, dass Kreditinstitute die Bonität der Kundschaft weiterhin sorgfältig prüften und Finanzierungen nur bei ausreichender Zahlungsfähigkeit bewilligten.
Aber auch gestiegene Lebenshaltungskosten sowie Unsicherheiten am Arbeitsmarkt könnten dazu beitragen, dass weniger Haushalte einen Konsumkredit beantragen oder die Voraussetzungen für eine Kreditvergabe erfüllen, heisst es weiter.






