Konflikt bei Freiburger Paulus-Medienhaus verschärft sich

Keystone-SDA
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Fribourg,

Bei der Restrukturierung des Freiburger Paulus-Medienhauses verhärten sich die Fronten. Trotz Personalprotesten hält die Leitung am Abbau von 13,5 Vollzeitstellen fest. 15 Angestellten droht die Entlassung auf Ende des Jahres.

Paulus
Das Freiburger Paulus-Medienhaus will Stellen streichen. (Symbolbild) - keystone

Das Personal warf der Führung am Dienstag vor, Alternativen blockiert zu haben. Bei einem Treffen zwischen der Personaldelegation und der Geschäftsleitung am Vortag seien die Vorschläge der Belegschaft «vom Tisch gewischt» worden. Es brauche neue Verhandlungen unter Einbezug des Verwaltungsrats.

Die Gewerkschaft Syndicom und der Berufsverband Impressum kritisierten, die Geschäftsleitung habe ihre Rentabilitätsziele nicht fundiert begründet. Die angekündigten Entlassungen seien nicht gerechtfertigt.

Die Paulusgruppe gibt die Tageszeitung «La Liberté», die dreimal wöchentlich erscheinende Zeitung «La Gruyère» sowie die Wochenzeitung «La Broye Hebdo» heraus. Ab 2027 werden die drei Titel eine gemeinsame Redaktion an den Standorten Freiburg, Bulle und Payerne VD haben.

Ein neues Layout soll den verstärkten Artikelaustausch optisch auffangen. Bei «La Liberté» wird zudem der Redaktionsschluss massiv vorverlegt, auf 19.50 Uhr. Das Blatt wird bei Tamedia in Bern gedruckt; die Vorverlegung erfolgt wegen der Restrukturierung bei Tamedia mit der Schliessung der Druckzentren in Bussigny und Zürich.

Das Paulus-Medienhaus begründet die Restrukturierung mit den stark unter Druck stehenden Einnahmen. Ursprünglich war der Abbau von 13 Vollzeitstellen in den Redaktionen und fünf Stellen im Marketing vorgesehen. Insgesamt gibt es in der Gruppe 113 Vollzeitstellen, darunter rund 78 in den Redaktionen.

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