Komax profitiert von Rechenzentren-Boom

Komax hat die Probleme in der Automobilindustrie auch im ersten Semester 2026 gespürt. Der Umsatz ging wegen Währungseffekten leicht zurück. Die Restrukturierungskosten verursachten dem Unternehmen aus Dierikon LU erneut einen Verlust.

Die auf die Herstellung von Maschinen zur Bündelung von Kabeln spezialisierte Komax hat ihre Abhängigkeit von der Autoindustrie etwas reduzieren können. (Archivaufnahme)
Die auf die Herstellung von Maschinen zur Bündelung von Kabeln spezialisierte Komax hat ihre Abhängigkeit von der Autoindustrie etwas reduzieren können. (Archivaufnahme) - KEYSTONE/GORAN BASIC

Der Umsatz reduzierte sich um 2,8 Prozent auf 272,4 Millionen Franken, wie der Hersteller von Kabelverarbeitungsmaschinen am Donnerstag mitteilte. Ohne die negativen Währungseffekte in Höhe von 4,4 Prozent ergab sich indes ein Plus von 1,6 Prozent.

Geholfen hat dabei die Entwicklung der Rechenzentren. Weiterhin zurückhaltend bei Investitionen zeigt sich die Automobilindustrie. Das Unternehmen konnte den Anteil der Automobilindustrie am Umsatz indes um 7 Prozentpunkte auf 57 Prozent reduzieren.

Mehr Aufträge dank Rechenzentren

Der Auftragseingang zog dank des Booms der Rechenzentren in Nordamerika um gut 12 Prozent auf 311,4 Millionen Franken an. Da zahlreiche Bestellungen erst gegen Mitte des Jahres eingegangen seien, widerspiegle sich dies noch nicht im Umsatz, erklärte Komax.

Der Gewinn wurde durch Restrukturierungskosten in der Höhe von knapp 15 Millionen Franken belastet. So fiel der Betriebsgewinn (Ebit) massiv auf 1,6 Millionen Franken. Bereinigt um die Einmaleffekte, ergab sich mehr als eine Verdoppelung auf 16,5 Millionen. Dieses Ergebnis zeige, dass die Massnahmen zur Reduktion der Kosten Wirkung entfalteten, teilte Komax mit.

Unter dem Strich stieg der Reinverlust wegen der Einmaleffekte auf 5,0 Millionen Franken nach 3,5 Millionen Franken im Vorjahr. Komax geht davon aus, dass im zweiten Semester keine nennenswerten Einmaleffekte mehr anfallen.

Erstmals macht Komax Angaben zu den Erwartungen für das Gesamtjahr 2026. Demnach soll ein Umsatz zwischen 580 und 600 Millionen Franken erreicht werden (2025: 581 Mio) sowie ein Ebit (inkl. Einmaleffekte) zwischen 16 und 20 Millionen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

a
144 Interaktionen
Herzfehler
a
143 Interaktionen
Etwas Regen

MEHR AUS LENZBURG

2 Interaktionen
Seengen AG
Seengen
Seengen AG
Reinach AG
reinach
Reinach AG