Kanton Freiburg erteilt Baubewilligung für Micarna-Schlachthof

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Fribourg,

Der Kanton Freiburg hat den Bau eines landwirtschaftlichen Campus mit einem grossen Geflügelschlachthof der Migros-Tochter Micarna in St-Aubin bewilligt. Die Einsprachen wurden abgewiesen.

Das Oberamt des Broyebezirks hat grünes Licht erteilt für den geplanten Agrico-Campus und den Micarna-Geflügelschlachthof in St-Aubin. (Symbolbild)
Das Oberamt des Broyebezirks hat grünes Licht erteilt für den geplanten Agrico-Campus und den Micarna-Geflügelschlachthof in St-Aubin. (Symbolbild) - KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Der geplante Agrico-Campus umfasst ein Industriegebiet und Landwirtschaftsland. Nach der Schliessung des Standorts des US-amerikanischen Tiermedizinherstellers Elanco kaufte der Kanton Freiburg das Gelände. Nun soll dort eine Zentrum für Landwirtschaft und Lebensmitteltechnologie entstehen.

Auf dem Gelände soll auch der Micarna-Schlachthof zu stehen kommen. Das Vorhaben bewegt die Gemüter in der Region. Die Baubewilligung sei trotz zahlreicher Einsprachen und grossem Widerstand in der Bevölkerung bewilligt worden, schreibt etwa die Umweltorganisation Greenpeace in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Für die Gegner ist der geplante Schlachthof überdimensioniert. Der Agrico-Campus sei ursprünglich für innovative Projekte vorgesehen gewesen, schreibt Greenpeace. Das Vorhaben laufe allen Empfehlungen zur Bekämpfung der Klima- und Biodiversitätskrise entgegen. Die Umweltorganisation will nun prüfen, ob sie Beschwerde einreicht.

Zusammen mit Micarna belaufen sich die öffentlichen und privaten Investitionen in den Campus gemäss den Verantwortlichen auf rund 500 Millionen Franken. Die Zahl der Arbeitsplätze soll sich von derzeit 150 auf über 700 im Jahr 2029 erhöhen. Langfristiges Ziel sind 1600 Arbeitsplätze.

Die Freiburger Kantonsregierung begrüsste am Mittwoch die erteilte Baubewilligung. «Der Campus Agrico ist ein Projekt von aussergewöhnlichem Umfang, das in der Schweiz seinesgleichen sucht», erklärte Staatsrat Olivier Curty, Direktor für Wirtschaft, Arbeit und Berufsbildung.

Die Projekte auf dem Campus stärken die Attraktivität der Region und des Kantons. Angesichts der Komplexität des Projekts wurde eine Koordination mit den Gemeinden, den kantonalen Dienststellen und den verschiedenen Partnern eingerichtet. Das Unternehmen Micarna ist im Rahmen der Ansiedlung seiner Produktionsstätte ebenfalls beteiligt.

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