Jahreszahlen Quickline: Hier wächst das Telekom-Geschäft noch

    Michael Bolzli
    Michael Bolzli

    Biel/Bienne,

    Der Telekom-Markt kommt nicht vom Fleck. Ausnahme ist die kleine Quickline. Der Verbund der Kabelnetz-Betreiber ist letztes Jahr kräftig gewachsen.

    Quickline
    Quickline landet beim Test vom Branchenmagazin «Connect» unerwartet auf Rang eins. - zvg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kabelnetzbetreiber Quickline ist letztes Jahr um 13 Prozent gewachsen.
    • Wachstumstreiber sind Internet, Festnetz- und Mobilfunktelefonie.

    Der Telekom-Markt harzt. Sunrise, UPC und Salt machen weniger Umsatz. Platzhirsch Swisscom stagniert. Doch nicht alle Telekom-Unternehmen blicken auf ein mässiges Geschäftsjahr zurück. Der Quickline-Verbund etwa. Er verkündet heute ein kräftiges Wachstum.

    Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 276 Millionen Franken. Ein Höchstwert. Gewachsen ist hauptsächlich der Bereich Festnetz- und Mobiltelefonie, wie auch die die Internet-Anschlüsse für daheim. Logisch, freut sich der Chef: «2017 war für uns ein phantastisches Jahr», schwärmt Quickline-CEO Nicolas Perrenoud. Einzig bei den TV-Kunden musste das Bieler Unternehmen eine Einbusse hinnehmen.

    Marktanteile vergrössern

    Von solchen Wachstumszahlen können die grossen Player nur träumen.
    Von solchen Wachstumszahlen können die grossen Player nur träumen. - Quickline

    Und Quickline will noch weiterwachsen. «Mit der nationalen Ausrichtung will Quickline den Marktanteil weiter vergrössern», heisst es. Fokus ist, ähnlich wie bei der Konkurrenz, das Angebot für TV-Kunden. Der Quickline-Verbund ist im TV-Geschäft die Nummer drei hinter Swisscom und UPC.

    Unter Druck dürfte Quickline trotzdem kommen. Salt hat diese Woche ein Internet-Angebot inklusive TV und Festnetz für 50 Franken präsentiert. Und den Markt damit aufgemischt. Die Swisscom-Tochter Wingo hat die Preise bereits angepasst. Experten gehen davon aus, dass auch andere Anbieter mitziehen müssen.

    Der Quickline-Verbund ist ein Zusammenschluss aus 23 Netzbetreibern. Er versorgt rund 400'000 Haushalte in der Schweiz.

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