IWF erwartet Senkung seiner globalen Wachstumsprognose
Die Folgen des Iran-Krieges sind weltweit spürbar. Nun rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Senkung seiner Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft.

Ohne Lieferunterbrechung etwa bei Öl und Gas hätte die Organisation ein stärkeres Wachstum vorhergesagt, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa laut Redemanuskript vor der Frühjahrstagung kommende Woche. «Doch nun beinhaltet selbst unser optimistischstes Szenario eine Wachstumskorrektur nach unten», hiess es.
Für das laufende Jahr rechnete die Organisation mit Sitz in der US-Hauptstadt Washington bislang mit einem weltweiten Wachstum von 3,1 Prozent. Für die Eurozone war im Oktober ein Plus von 1,1 Prozent prognostiziert worden.
«Selbst im besten Fall wird es keine saubere und reibungslose Rückkehr zur Vorkriegssituation geben», sagte Georgiewa. Das Wachstum werde langsamer ausfallen – «selbst wenn der neue Frieden von Dauer ist».
Die IWF-Chefin verwies zudem auf kurzfristige Risiken für ein Hochschnellen der Inflation infolge des Krieges. So seien die Erwartungen an die Teuerungsrate in den USA und in der Eurozone bereits deutlich gestiegen. «Glücklicherweise haben sich die längerfristigen Erwartungen nicht verändert – das ist sehr gut und sehr wichtig», sagte Georgiewa.
In den vergangenen Wochen hatte der Iran die Strasse von Hormus blockiert und damit den Schiffsverkehr praktisch zum Erlegen gebracht. Die Meerenge ist für den globalen Öl- und Gashandel von enormer Bedeutung, auch andere wichtige Vorprodukte wie Düngemittel waren betroffen.
Das liess die Preise weltweit dramatisch steigen. Erst am Dienstag einigten sich der Iran und die USA auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Strasse von Hormus.
Zentralbanken sieht Georgiewa bislang nicht in Zugzwang. «Derzeit ist es sinnvoll, abzuwarten und die Lage zu beobachten», hiess es weiter. Zentralbanken wie die Federal Reserve oder die EZB haben unter anderem im Fokus, die Inflation stabil zu halten.














