Krieg

Iran-Krieg trifft Jungfraubahnen - deutlich weniger Gäste aus Asien

Der Iran-Krieg hat den Jungfraubahnen im ersten Halbjahr 2026 zugesetzt. In der Folge kamen deutlich weniger Reisende aus Asien auf das Jungfraujoch. Umsatz und Gewinn gingen entsprechend deutlich zurück.

Weniger Touristen als sonst: Der Iran-Krieg hat den Jungfraubahnen im ersten Halbjahr 2026 zugesetzt. (Archivbild)
Weniger Touristen als sonst: Der Iran-Krieg hat den Jungfraubahnen im ersten Halbjahr 2026 zugesetzt. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Der Betriebsertrag sank um 9 Prozent auf 137 Millionen Franken, wie der Berner Oberländer Bergbahnbetreiber am Freitag mitteilte. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 29 Millionen Franken. Das sind 22 Prozent weniger als im Vorjahr, als die Jungfraubahn-Gruppe noch einen Rekordgewinn erzielt hatte.

Deutlich weniger Gäste auf dem Jungfraujoch

Besonders stark machte sich die schwächere Nachfrage auf dem Jungfraujoch bemerkbar. Im ersten Halbjahr kamen 389'600 Besucherinnen und Besucher und damit fast 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Ausbruch des Iran-Kriegs fehlten vor allem Gäste aus Indien und Südostasien.

Etwas abfedern konnten die Jungfraubahnen den Rückgang durch höhere Einnahmen pro Gast. Deutlich weniger stark betroffen waren zudem die Erlebnisberge First, Harder und Mürren sowie das Wintersportgeschäft.

Jungfraujoch auch im Sommer im Minus

In den für das Unternehmen besonders wichtigen Hochsaisonmonaten Juli und August hat sich der Besucherrückgang zwar etwas abgeschwächt. Bis zum 23. August wurden auf dem Jungfraujoch aber noch immer gut 10 Prozent weniger Gäste gezählt als im Vorjahreszeitraum. Dabei setzte sich der Trend zu weniger Gruppenreisen fort.

Besser lief es auf den Erlebnisbergen. Dort wurden von Anfang Juli bis zum 23. August rund 494'300 Gäste gezählt, rund 5 Prozent mehr als im Rekordvorjahr.

Auch für den Rest des Jahres bleiben die Jungfraubahnen angesichts der geopolitischen Konflikte und der fragilen Weltwirtschaft vorsichtig. Den Buchungsstand für das zweite Halbjahr bezeichnet der Berner Oberländer Tourismuskonzern angesichts dieser Umstände als «solide».

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