Interpharma warnt vor wachsendem Druck auf Pharma-Standort
Geopolitische Verschiebungen, neue Handelsregeln und zunehmende regulatorische Eingriffe setzen den Pharma-Standort Schweiz unter Druck.

Insbesondere grosse Märkte wie die USA und China knüpfen den Zugang verstärkt an lokale Forschung, Produktion und Investitionen. «Das verändert die Spielregeln», sagte Interpharma-Präsident Jörg-Michael Rupp am Dienstag an der Veranstaltung «Tag der pharmazeutischen Industrie» in Zürich.
Für die kleine, offene Volkswirtschaft Schweiz entstünden daraus zusätzliche Herausforderungen. Gleichzeitig wirkten sich internationale Preisregulierungen direkt auf die Attraktivität des Marktes aus. «Das ist für uns keine theoretische Frage», so Rupp.
Zudem verschärfe sich der globale Wettbewerb, da andere Länder gezielt in ihre Life-Science-Sektoren investierten. Die Schweiz müsse daher «schneller und wachsamer» auf diese Entwicklungen reagieren, um ihre Position zu halten.
Handlungsbedarf sieht die Branche auch beim Zugang zu Innovationen. Die Verfügbarkeit neuer Medikamente sei im internationalen Vergleich relativ tief. Wenn die Schweiz ein führender Forschungsstandort bleiben wolle, müsse sie auch sicherstellen, dass Innovationen rasch bei den Patienten ankämen.






