Die globalen Bankenaufseher wollen sich die bislang noch wenig regulierten Kryptowährungen vorknöpfen. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht kündigte am Montag eine öffentliche Konsultation dazu an, wie das Engagement der Banken in solche Cyberdevisen künftig in der Aufsicht behandelt werden soll.
Bitcoin Kryptowährung
Bitcoin ist die mit Abstand populärste Kryptowährung. (Symbolbild) - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Zwar seien Finanzinstitute bislang nur in begrenztem Umfang bei Kryptowährungen engagiert, hiess es.

Aber es gebe ein anhaltendes Wachstum bei derartigen Finanzvehikeln und entsprechenden Dienstleistungen. Ohne Prüfung durch die Aufseher könnten die weltweiten Sorgen um die Finanzstabilität zunehmen wie auch die Risiken für das Bankensystem.

Ein Konsultationspapier will der Basler Ausschuss noch diese Woche veröffentlichen. Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Ripple verzeichneten in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum. Im April hatte die Marktkapitalisierung von Cyberdevisen erstmals die Marke von zwei Billionen Dollar übersprungen.

Der Kurs der wichtigsten Kryptowährung Bitcoin ist aber von 64'899 Dollar Mitte April auf inzwischen 36'027 Dollar eingebrochen. Ein Grund waren Spekulationen auf eine strengere Regulierung in dem Sektor.

Der 1974 gegründete Basler Ausschuss für Bankenaufsicht setzt die weltweiten Standards für die Bankenaufsicht. Er ist bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel angesiedelt. Aktuell gehören ihm 45 Notenbanken und Aufsichtsbehörden aus 28 Ländern beziehungsweise Regionen an. Chef des Basler Ausschusses ist zurzeit Spaniens Notenbankchef Pablo Hernandez de Cos.

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