Industrie-KMU stehen weiter im Gegenwind

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Zürich,

Die kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) bleiben in einer schwierigen Lage. Laut dem neuen Swissmechanic-Geschäftsklimaindex beurteilen wie schon im Januar drei von vier MEM-Betrieben ihre aktuelle Lage als ungünstig. Es zeichnet sich keine Erholung ab.

MEM
Die kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) stehen weiter im Gegenwind. - keystone

Die negative Stimmung in der Branche sei vor allem auf den zunehmenden Margendruck zurückzuführenteilte Swissmechanic am Mittwoch mit. Verantwortlich dafür seien eine schwache und volatile Nachfrage, der starke Franken, globale Unsicherheiten sowie Belastungen durch Wechselkursschwankungen und Energiepreise.

Der quartalsmässig erhobene KMU-MEM-Geschäftsklimaindex von Swissmechanic lag im April bei -30 Punkten. Er bleibt gegenüber dem Stand von Januar (-30) zwar unverändert, weist damit aber das zwölfte Quartal in Folge ein negatives Vorzeichen auf.

Die Auftragslage bleibt für 60 Prozent der befragten Unternehmen die grösste Sorge. So hat gut ein Drittel der Firmen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Zahlen beim Auftragseingang verzeichnet; der Umsatz sei bei mehr als einem Viertel der Befragten rückläufig.

Bei knapp 40 Prozent der befragten Firmen ging auch die operative Gewinnmarge zurück.

Auch bei den Investitionen bleibt die Situation angespannt. Jedes vierte Unternehmen gibt an, aufgrund finanzieller Restriktionen nicht investieren zu können. Hauptgrund sind fehlende Eigenmittel. Gleichzeitig plant die Mehrheit der Betriebe, ihre Produktionskapazitäten konstant zu halten.

«Unsere Unternehmen beweisen seit langer Zeit grosse Widerstandskraft», wird in der Mitteilung Swissmechanic-Präsident Nicola Tettamanti zitiert. Eine Stabilisierung auf tiefem Niveau sei jedoch nicht mit einer Erholung zu verwechseln.

Mehr zum Thema:

Kommentare

edelweisz

Branchenverbände wie Swissmem und viele KMU betrachten die Bilateralen III als zentral für die langfristige Stabilität und existenzielle Notwendigkeit. CH-Industrie ist u.a. Teil von EU "Just-in-Time"-Lieferketten und wenn CH-Bauteile in der EU nicht mehr automatisch zugelassen sind, fliegen CH-Zulieferer aus den Lieferketten. Eine Ablehnung der Bilateralen III würde den „Gegenwind“, von dem Swissmechanic-Präsident Tettamanti spricht, nur verstärken, da die internationale Wettbewerbsposition, ohne einen EU-Binnenmarkt, noch sehr viel schwieriger zu verteidigen wäre.

User #5384 (nicht angemeldet)

Mitte Links deindustrialisiert erfolgreich die Schweiz. Dies wird dann mit dem Zuzug von Fachkräften kompensiert

Weiterlesen

Oftringen
59 Interaktionen
Lärm und Abfall
Loïc Meillard
7 Interaktionen
«Willkommen zuhause»

MEHR AUS STADT ZüRICH

Daniel Jositsch
7 Interaktionen
Badran wäre bereit
Zürich