Hitzewelle kostet die Schweizer Wirtschaft 2026 400 Millionen
Der Hitzesommer 2026 hat in der Schweiz einen Wirtschaftsschaden von 400 Millionen Franken verursacht. Und auch im nächsten Jahr könnten Wetterphänomene hohe Kosten verursachen, wie aus einer Studie des Kreditversicherers Allianz Trade hervorgeht.

Unter der enormen Hitze diesen Sommer litt auch die Arbeitsproduktivität – längere Pausen waren nötig, und es kam zu krankheitsbedingten Ausfällen.
Laut Allianz Trade liegen die wirtschaftlichen Einbussen bei 400 Millionen Franken – was etwa 0,05 Prozent des Bruttoinlandproduktes entspricht. Der Kreditversicherer analysiert mit der Allianz gemeinsam, welche Auswirkungen Extremwetterereignisse auf die Wirtschaft haben. Die Ergebnisse sollen fortan jährlich in der Studie «Allianz Climate Risk Tracker» veröffentlicht werden.
«Der Klimawandel wird immer stärker zum Wirtschaftsfaktor», sagte Jan Möllmann, CEO von Allianz Trade in der Schweiz. Nach dem Hitzesommer steht mit dem bereits sehr starken El Niño bereits das nächste Klimaphänomen vor der Tür.
Dieses könnte die Weltwirtschaft im Jahr 2027 rund 451 Milliarden US-Dollar kosten. China, die USA und Indien würden zusammen fast 60 Prozent dieser Verluste tragen. Für Europa inklusive der Schweiz wird mit einem Nettoverlust von rund 21 Milliarden Euro gerechnet.
Die Studie kommt zum Schluss, dass Anpassung und Vorsorge entscheidend für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit seien. Länder mit etablierten Frühwarnsystemen, Risikokarten und klar definierten Zuständigkeiten seien besser auf Klimarisiken vorbereitet.






