Die Helvetia hat im vergangenen Jahr im Geschäft mit der beruflichen Vorsorge weniger Prämien eingenommen, das Ergebnis aber gesteigert. Immer mehr Firmen setzen in Vorsorgefrage auf teilautonome Sammellösungen, die im Prämienvolumen weniger stark zum Ausdruck kommen.
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Das Logo der Helvetia. (Archiv) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Insgesamt nahm im 2021 das Prämienvolumen der Helvetia mit der beruflichen Vorsorge (BVG) um rund 6 Prozent auf 1,94 Milliarden Franken ab, wie der Versicherer am Dienstag mitteilte.

Der Rückgang sei vor allem auf Verschiebungen von der Vollversicherung zu teilautonomen Lösungen und dem damit verbundenen Rückgang von Sparprämien zurückzuführen.

So habe sich bei der Helvetia im Jahr 2021 sowohl das Prämienvolumen in den teilautonomen Lösungen als auch die Anzahl aktiver Versicherter insgesamt erhöht, heisst es weiter. In diesem Vorsorgemodell tragen die Kunden die Anlagerisiken mit, während in der Vollversicherung ein Rundumschutz in Vorsorgefragen geboten wird.

Dank der guten Entwicklung an den Finanzmärkten konnte die Helvetia das Ergebnis im BVG-Geschäft verbessern. Das Betriebsergebnis kletterte gegenüber 2020 um 29 Prozent auf 81,1 Millionen Franken. Helvetia nutze das gute Ergebnis vor allem, um die Reserven für laufende und künftige Renten ihrer Versicherten weiter zu verstärken, hiess es.

In dem der Mindestquote unterstellten Geschäft erbrachte Helvetia Leistungen zugunsten der Versicherten von 597 Millionen Franken. Die Ausschüttungsquote ging leicht auf 90,5 von 90,6 Prozent zurück. In diesem Geschäft wurden die Guthaben des BVG-Obligatoriums mit dem Mindestzins von 1 Prozent und jene im überobligatorischen Teil mit 0,75 Prozent verzinst.

Nach wie vor prangert Helvetia die systemfremde Umverteilung von Vorsorgegeldern von jung zu alt beziehungsweise von Arbeitnehmenden zu Rentnern an. Eine Reform der zweiten Säule sei weiterhin dringend notwendig, heisst es. Mit der Senkung der Umwandlungssätze und den Anfang 2020 eingeführten Kollektivleben-Tarifen könne Helvetia die Quersubventionierung immerhin begrenzen.

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