Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat im zweiten Quartal trotz wesentlich höherer Erlöse im Handelsgeschäft einen Gewinneinbruch erlitten. In den drei Monaten bis Ende Juni verdiente der Finanzkonzern nach eigenen Angaben vom Montag unterm Strich 2,9 Milliarden Dollar und damit 47 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Goldman Sachs gedeiht prächtig nach der Corona-Krise. Foto: Richard Drew/AP/dpa
Goldman Sachs gedeiht prächtig nach der Corona-Krise. Foto: Richard Drew/AP/dpa - dpa-infocom GmbH
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Das Wichtigste in Kürze

  • Angesichts eines trüben Konjunkturausblicks erhöhte Goldman die Risikovorsorge für faule Kredite deutlich.

Zudem brachen die Einnahmen im klassischen Investmentbanking weg, zu dem die Betreuung von Firmen bei Börsengängen sowie Übernahmen und Fusionen zählen.

Die hohe Nervosität an den Finanzmärkten, wo viele Anleger wegen Inflations- und Rezessionsängsten ihre Portfolios neu aufstellten, liess zwar das Wertpapierhandelsgeschäft boomen. Goldman-Vorstandschef David Solomon sprach von «soliden Ergebnissen».

Doch insgesamt fielen die Erträge des Geldhauses um 23 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar. Die Aktie reagierte vorbörslich zunächst trotzdem mit Kursgewinnen von rund vier Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit schwächeren Zahlen gerechnet. Ausserdem kündigte Goldman Sachs eine Erhöhung der Quartalsdividende von 2,0 auf 2,5 Dollar pro Aktie an.

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