Gold unter Druck – Kurs gibt 0,53 Prozent nach

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    USA,

    Gold gerät unter Druck und verliert binnen 24 Stunden 0,53 Prozent. Zinssorgen belasten den Kurs des Edelmetalls spürbar.

    Gold
    Gold gilt trotz der jüngsten Zinserhöhung weiterhin als bevorzugte Absicherung vieler Anleger. (Archivbild) - keystone

    Der Goldpreis steht am Mittwoch unter Druck und gibt binnen 24 Stunden 0,53 Prozent nach. Aktuell notiert das Edelmetall bei 4334,27 US-Dollar je Feinunze, wie die «Wallstreet online» berichtet.

    Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 1,58 Prozent zu Buche. Im Monatsvergleich fiel der Kurs dagegen um 5,40 Prozent.

    Über drei Monate und ein Jahr verzeichnet Gold deutliche Gewinne von 5,78 beziehungsweise 16,28 Prozent. Vor zehn Jahren lag der Goldpreis noch bei 1330,51 US-Dollar je Feinunze.

    Gold: Langfristig deutliche Wertsteigerung

    Aus einer Anlage von 5000 US-Dollar wäre bis heute ein Betrag von 16'288,0 US-Dollar geworden. Das entspricht der «Wallstreet online» zufolge einem Plus von 225,76 Prozent.

    Belastend wirkt aktuell vor allem die jüngste Zinserhöhung der US-Notenbank Fed um 25 Basispunkte. Mehrere Notenbankvertreter verwiesen zugleich auf anhaltende Inflationsrisiken, wie «finanzen.net» schreibt.

    Glaubst du, dass der Goldpreis in den nächsten Wochen wieder steigt?

    Ob ein weiterer Zinsschritt noch vor Jahresende nötig wird, blieb zunächst offen. Die Fed hatte laut «finanzen.net» aber bereits signalisiert, dass ein solcher Schritt möglich sei.

    Analysten sehen Unterstützung trotz Gegenwind

    Die BMI-Analysten halten dennoch an ihrer Prognose eines durchschnittlichen Goldpreises von 4400 Dollar für 2026 fest. Bei rund 3800 Dollar sehen sie eine solide Unterstützung.

    Unterstützung erhält Gold laut «finanzen.net» zudem durch geopolitische Risiken, anhaltende Zentralbankkäufe und eine starke Nachfrage aus China. Auch am Ölmarkt zeigte sich ein Einfluss auf den Ausblick.

    Der Ölpreis fiel bereits den sechsten Handelstag in Folge, wie «finanzen.net» berichtet. Sinkende Energiepreise gelten als zusätzlicher Faktor, der auch den weiteren Zinsausblick beeinflussen könnte.

    Goldman Sachs hält an Kursziel fest

    Goldman Sachs bekräftigt trotz der restriktiveren Geldpolitik sein Kursziel von 5400 US-Dollar bis Ende 2027, wie die «FXStreet» berichtet. Analystin Lina Thomas rechnet zwar mit einem langsameren kurzfristigen Anstieg, sieht den langfristigen Trend aber nicht gefährdet.

    Gleichzeitig senkte die Bank ihren fairen Wert für den Jahresendkurs von 4900 auf 4650 US-Dollar je Feinunze. Als wichtigsten strukturellen Treiber nennt Goldman Sachs weiterhin die Nachfrage der Zentralbanken.

    Gold
    Gold gab in den vergangenen 24 Stunden 0,53 Prozent nach. (Symbolbild) - depositphotos

    Aktuell kaufen Zentralbanken laut Goldman rund 91 Tonnen Gold pro Monat, deutlich mehr als vor 2022 mit 17 Tonnen. Sollte die Fed die Zinsen jedoch stärker anheben als erwartet, könnte laut Thomas eine ungewöhnlich starke Korrektur folgen.

    TD Securities und ING sehen Kaufinteresse

    TD Securities beobachtet zwar, dass sogenannte Commodity Trading Advisors ihre jüngsten Goldkäufe wieder abgebaut haben. Der Markt selbst zeigt sich davon laut den Strategen der Bank jedoch unbeeindruckt.

    Auch ING bleibt vorsichtig positiv gestimmt und verweist auf zwei stützende Faktoren. Die Bestände der Gold-ETFs liegen demnach auf einem Sechsmonatshoch, und die Zentralbanken kaufen weiter.

    In der wallstreetONLINE-Community wird derzeit vor allem über die jüngste Erholung des Goldpreises diskutiert. Neben technischen Wellenanalysen gilt auch die steigende Nachfrage aus China als möglicher Kurstreiber, ebenso wie steigende russische Goldexporte nach Hongkong.

    Kommentare

    User #7573 (nicht angemeldet)

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