Die Bank of America hat für das dritte Quartal dank erneut gesunkener Risikovorsorge und Zuwächsen im Verbraucher-Geschäft einen Gewinnsprung ausgewiesen. Auch die US-Bank Wells Fargo profitierte von einer geringeren Risikovorsorge für faule Kredite und steigerte den Gewinn deutlich.
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Wells Fargo geht auf einen Postkutschenservice im Wilden Westen der USA Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. - keystone

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  • Der Nettogewinn der Bank of America kletterte auf 7,26 Milliarden Dollar von 4,44 Milliarden Dollar vor Jahresfrist - ein Plus von mehr als 63 Prozent, wie das Geldhaus am Donnerstag mitteilte.

Die Erträge des Finanzkonzerns legten um 12 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar zu.

Die Bank profitierte wie schon im zweiten Quartal davon, dass sie angesichts der sich festigenden Konjunkturerholung eine Risikovorsorge für faule Kredite in Milliardenhöhe auflösen konnte. Diesmal waren es rund 1,1 Milliarden Dollar. Die Bank hatte 2020 auf dem Höhepunkt der Corona-Krise viele Milliarden zur Seite gelegt, um sich für eine Welle von Kreditausfällen zu wappnen.

Wells Fargo, das viertgrösste Geldhaus der USA, steigerte den Gewinn um 60 Prozent auf 5,12 Milliarden Dollar, wie Wells Fargo am Donnerstag mitteilte. «Die Massnahmen, die wir ergreifen, schlagen sich in unseren Ergebnissen positiv nieder», sagte Vorstandschef Charlie Scharf. Ausserdem profitiere die Bank von der wirtschaftlichen Erholung.

Wie im vorangegangen Quartal löste Wells Fargo bereits gebildete Risikovorsorge auf, weil sich die Kreditqualität durch den Konjunkturaufschwung verbesserte. Zugute kamen dem Institut auch geringere Kosten für den Konzernumbau.

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