Der Industriekonzern Georg Fischer (GF) hat im ersten Semester 2021 an die Ende des Vorjahres eingeleitete Erholungstendenz angeknüpft. Sowohl Umsatz als auch Bestellungseingang erholten sich deutlich im zweistelligen Prozentbereich, ebenso der Gewinn. Die Prognosen für 2021 werden entsprechend erhöht.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Nach den Herausforderungen infolge der Covid-Pandemie habe sich die deutliche Erholung der Geschäfte im ersten Halbjahr 2021 fortgesetzt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die meisten Schlüsselmärkte seien dabei gewachsen.

Im ersten Halbjahr 2021 erreichte GF einen Umsatz von 1,84 Milliarden Franken, entsprechend einem organischen Plus gegenüber der Vorjahresperiode von 20 Prozent. Der Bestellungseingang schnellte gleichzeitig um über 42 Prozent auf 2,05 Milliarden hoch.

Zum Umsatzwachstum haben alle drei Divisionen beigetragen. Am meisten legte die Giesserei-Division Casting Solutions (+39,9%) zu. Die Division war im Vorjahr wegen der Werkschliessungen vieler Automobilhersteller besonders hart von der Covid-Pandemie betroffen und schrieb damals auch einen operativen Verlust. Dahinter folgt die grösste Division Piping Systems (+16,3%), aber auch die Maschinenbau-Sparte (+10,7%) wuchs zweistellig.

Angesichts des hohen Wachstums legte auch der Gewinn markant zu. So hat sich der operative Gewinn (EBIT) auf 141 Millionen Franken mehr als verdoppelt und der Reingewinn auf 108 Millionen mehr als verdreifacht. Die Schätzungen der Analysten wurden auf der ganzen Linie klar übertroffen.

Für das zweite Semester stellt GF eine Fortsetzung der Erholung in Aussicht. Stützend seien dabei der gute Auftragseingang in Schlüsselmärkten sowie eine Reihe von Initiativen zur Ankurbelung der weltweiten Konjunktur.

Angesichts dieser Ausgangslage erhöht GF die Prognosen für das Gesamtjahr. Neu wird ein zweistelliges Umsatzwachstum sowie eine «substanzielle» Steigerung des Ergebnisses erwartet. Die bisherige Prognose vom März stellte noch ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sowie einen Anstieg der Profitabilität in Aussicht.

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