Der russische Konzern Gazprom hält die Lieferung der Siemens-Turbine wegen der Sanktionen für «unmöglich». Deshalb sei es nicht möglich, Gas zu liefern.
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Gazprom-Logo an einer Tankstelle in Moskau. (Symbolbild) - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Gazprom macht die westlichen Sanktionen für die Gaskrise verantwortlich.
  • Der russische Staatskonzern hält die Lieferung der Siemens-Turbine deshalb für unmöglich.
  • Auch von einer unklaren Vertragssituation mit Siemens spricht der Gaskonzern.

Derzeit steht in Deutschland eine in Kanada gewartete Turbine für die Pipeline Nord Stream 1 bereit. Wegen der Sanktionen, die gegen Russland verhängt wurden, sei die Lieferung aber nicht möglich Lieferung, behauptet Gazprom.

Der russische Gaskonzern kritisierte am Mittwoch zudem «Unklarheiten bei der aktuellen Situation bezüglich der vertraglichen Verpflichtungen von Siemens». Dies mache gemeinsam mit den Sanktionen die Lieferung «unmöglich».

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Nord-Stream-Anlage in Lubmin. (Symbolbild) - AFP/Archiv

Zuvor hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Russland vorgeworfen, die Gaslieferungen aus politischen Gründen zu blockieren. Grund sei, die gelieferte Gasmenge weiterhin zu drosseln. Deutschland sucht händeringend nach alternativen Energiequellen, um die durch die reduzierten Gaslieferungen aus Moskau entstandene Lücke zu schliessen.

Mit dem Fehlen der Siemens-Turbine hatte der russische Energiekonzern Gazprom die Reduzierung der Gaslieferungen begründet. Die Lieferungen wurden auf inzwischen nur noch 20 Prozent des möglichen Umfangs zurückgefahren.

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