Galderma-Aktien nach Zulassungsrückschlag auf Verkaufszetteln

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Aktien von Galderma stehen am Mittwoch im frühen Handel stark unter Druck. Der Hautpflegekonzern muss beim Zulassungsantrag für das Faltenmittel Relfydess in den USA zum zweiten Mal nachbessern. Diesmal geht es um Beanstandungen am Produktionsstandort.

Galderma
Die Aktien der Hautpflegespezialistin Galderma sind im März an der Schweizer Börse gestartet. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Galderma verlieren gegen 10.30 Uhr 5,6 Prozent auf 173,56 Franken, während der SPI mit minus 0,12 Prozent lediglich leicht tiefer tendiert. Bis zum Vorabend standen Galderma seit Anfang Jahr 13 Prozent im Plus. Das am Vortag markierte jüngste Intraday-Allzeithoch liegt bei 188,25 Franken. Am Tagesschluss gab der Titel 1 Prozent ab.

«Die heutige Nachricht ist nicht erfreulich, da sie eine weitere Verzögerung für die Markteinführung von Relfydess in den USA bedeutet», kommentiert die Bank Vontobel. Analyst Stefan Schneider erwartet diese nun nicht mehr im laufenden Jahr. Nach dem starken Lauf der Aktie kommt es nach diesen News auch zu weiteren Gewinnmitnahmen. Der Rückschlag habe eine potenzielle Kaufgelegenheit für Anleger geschaffen, sagt ein Marktbeobachter.

Analysten verweisen indes darauf, dass bei der Zulassung von Neuromodulatoren der sogenannte Complete Response Letter (CRL) immer mehr zum Standard wird. Bei Neuromodulatoren wird die Empfindlichkeit der Nervenzellen verändert.

Die zweite Verzögerung bei der Zulassung von Relfydess in den USA sei «enttäuschend», schreibt auch die UBS. Analyst Matthew Weston weist gleichzeitig darauf hin, dass die US-Gesundheitsbehörde bei der Zulassung von Neuromodulatoren historisch gesehen sehr streng in Bezug auf die Chargenanalyse sei. Bei der Chargenfreigabe wird sichergestellt, dass jede produzierte Einheit sicher und von gleichbleibender Qualität ist, bevor sie in den Verkauf gelangt.

Auch Barclays haut in dieselbe Kerbe: «Wir stellen fest, dass CRLs mittlerweile zum Standardverfahren geworden sind, wenn es darum geht, neue Neuromodulatoren von der FDA zuzulassen», heisst es. Die News seien etwas enttäuschend, aber weitgehend erwartet gewesen und kein Grund, die Anlagethese aufzugeben. Die Nachrichten änderten auch nichts an der Prognose für 2026, an der mittelfristigen Prognose oder am sehr starken langfristigen Ausblick der Gruppe, so Barclays.

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