AL setzt bei Zürcher Regierungsratswahl auf ein Jobsharing-Duo
Die Alternative Linke (AL) geht bei den kommenden Zürcher Regierungsratswahlen ungewöhnliche Wege: Sie hat Nicole Wyss und Melanie Berner als Regierungsratskandidatinnen nominiert. Wird eine von ihnen gewählt, soll die andere ihre persönliche Mitarbeiterin werden.

Die Vollversammlung habe diesen Vorschlag ohne Gegenstimme und «mit begeistertem Applaus» angenommen, teilte die Partei am Mittwoch mit.
Die Nomination von Kantonsrätin Nicole Wyss und Ex-Kantonsrätin Melanie Brunner sei «keine klassische Zweierkandidatur», heisst es weiter. Die Idee dahinter: Wird eine von beiden gewählt, wollen sie sich die Arbeit aufteilen. Das heisst, die Gewählte würde die nicht gewählte als persönliche Mitarbeiterin anstellen. So soll das Regierungsratsamt im sogenannten Topsharing geführt werden – dem Jobsharing auf Führungsebene.
Ein Regierungsamt übersteige ein 100-Prozent-Pensum bei Weitem, heisst es in der Medienmitteilung. Dies schliesse Menschen, die regelmässig unbezahlte Care-Arbeit leisteten, von diesem Amt aus.
Die Gesamterneuerungswahlen im Kanton Zürich finden im Frühling 2027 statt. Mindestens vier der sieben amtierenden Regierungsrätinnen und Regierungsräte treten nicht mehr an. Noch offen ist, ob Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) weitermacht.






