Frankreich erwartet schwache Weinlese nach Hitzesommer
Frankreich steht nach einem aussergewöhnlich heissen Sommer mit einer beispiellosen Trockenheit vor einer der schlechtesten Weinlesen der vergangenen 30 Jahre. Erwartet wird ein landesweiter Ertrag von 34 Millionen Hektolitern, was im Vergleich zum Durchschnitt der fünf vergangenen Jahre einem Rückgang um 17 Prozent entspricht.

Dies teilte das Agrarministerium in Paris am Montag mit. Grund dafür seien die Wetterbedingungen aber auch die Verringerung der Weinbauflächen.
Die Situation sei je nach Weinbaugebiet sehr unterschiedlich: Einige verzeichneten starke Rückgänge, während andere nach den schwachen Ernten von 2025 von etwas besseren Erträgen profitierten. Dies sei etwa in der Region um Bordeaux der Fall, wo 10 Prozent höhere Erträge als im Vorjahr erwartet werden – und dies, obwohl die Anbaufläche um rund 5 Prozent reduziert wurde.
Weil der Konsum von Wein in Frankreich seit langem rückläufig ist, werden Weinberge mit staatlicher Unterstützung gerodet. Im Elsass an der deutschen Grenze wird ein im Vorjahresvergleich um 6 Prozent geringerer Ertrag erwartet.
Frankreich ist der nach Italien zweitgrösste Weinerzeuger der Welt. In dem Land wurde in diesem Jahr der heisseste und sonnigste Sommer seit Start der Messungen im Jahr 1900 verzeichnet, wie der staatliche Wetterdienst Météo France mitteilte. Ausserdem sei 40 Prozent weniger Regen als üblich gefallen. Als Ursache nannte der Wetterdienst den Klimawandel.










