Fenaco will Auslandsgeschäft ausbauen
Fenaco-Chef Michael Feitknecht will das Auslandsgeschäft der Agrargenossenschaft in den kommenden Jahren ausbauen. Dabei gehe es um Zukäufe und Aktivitäten mit Synergien für das bestehende Geschäft und die Genossenschaftsmitglieder, sagte Feitknecht am Dienstag an der Jahresmedienkonferenz in Bern. «Wir wollen nicht einfach des Umsatzwillens wachsen.»

Heute erzielt Fenaco laut dem Manager rund 4 Prozent des Umsatzes im Ausland. Nun gehe es darum, weitere Potenziale zu identifizieren, sagte Feitknecht. Ein Umsatzziel gebe es nicht.
Mit ausgewählten Geschäftsmodellen ist Fenaco bereits im europäischen Ausland tätig. Ein Beispiel für die Strategie ist die Übernahme des Tiernahrungsherstellers Rolli-Pet in Österreich im vergangenen September. Der Hersteller von Wildvogelfutter beschäftigt rund 50 Mitarbeitende und beliefert Kunden in mehreren europäischen Ländern. Fenaco erwartet davon Synergien bei der internationalen Rohwarenbeschaffung und Impulse beim Wissenstransfer.
Fenaco baute laut Feitknecht in den vergangenen Jahren internationale Kompetenzen auf. Grösse und Skaleneffekte seien wichtig, um sich gegenüber Lieferanten und Abnehmern behaupten und den genossenschaftlichen Auftrag erfüllen zu können. Die zusätzliche Schwungmasse und der grenzüberschreitende Wissenstransfer sollten die Versorgungssicherheit in der Schweiz stärken.
Das Auslandswachstum ist Teil eines Strategie-Updates der Agrarfirma. Dieses umfasst auch zwei weitere Entwicklungsfelder: die Infrastruktur, etwa mit Stromproduktion, sowie die Gesundheit für Umwelt, Mensch und Tier.
Intern will Fenaco zudem effizienter werden. Wegen hoher Kosten und gesättigter Märkte sollen Strukturen und Prozesse vereinfacht sowie das Zusammenspiel zwischen zentralen und dezentralen Einheiten verbessert werden. Oberste Prämisse bleibe der genossenschaftliche Auftrag zur Unterstützung der Schweizer Landwirtschaft, hiess es an der Medienkonferenz.






