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EZB hält Zinsen trotz Ölpreisschock und Inflation stabil

Keystone-SDA
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Deutschland,

Die Leitzinsen im Euroraum bleiben trotz Ölpreisschock und steigender Inflation infolge des Iran-Kriegs vorerst unverändert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins bei 2,0 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wartet mit einer möglichen Zinserhöhung vorerst ab. Mit dem im Zuge des Iran-Kriegs gestiegenen Inflationsdrucks könnten die Zinsen aber bald steig...
Die Europäische Zentralbank (EZB) wartet mit einer möglichen Zinserhöhung vorerst ab. Mit dem im Zuge des Iran-Kriegs gestiegenen Inflationsdrucks könnten die Zinsen aber bald steig... - KEYSTONE/EPA/FLORIAN WIEGAND

Damit tastet die EZB zum siebten Mal in Folge die Zinsen im Euroraum nicht an. Ökonomen erwarten jedoch, dass die EZB im Jahresverlauf die Zinsen anheben wird, wenn ihr mehr Daten vorliegen, um die Kriegsfolgen zu beurteilen.

«Je länger der Krieg anhält und je länger die Energiepreise auf hohem Niveau bleiben, desto stärker wird sich dies voraussichtlich auf die allgemeine Inflation und die Wirtschaft auswirken», erklärten die Euro-Währungshüter.

Schon im März und April hat der Ölpreisschock durch den Krieg im Nahen Osten die Teuerung im Währungsraum kräftig nach oben getrieben. Ökonomen fürchten, dass die gestiegenen Energiepreise auf die gesamte Wirtschaft überspringen und viele Waren und Dienstleistungen teurer werden.

An den Finanzmärkten werden bis Jahresende drei Leitzinserhöhungen um je 0,25 Prozentpunkte erwartet. Mit höheren Leitzinsen kann die EZB gegensteuern: Dies würde Kredite verteuern, was die Nachfrage bremsen und die Inflation dämpfen kann. Sparerinnen und Sparer würden zugleich von steigenden Zinsen profitieren.

Im April lagen die Konsumentenpreise im Euroraum nach einer ersten Schätzung der Statistikbehörde Eurostat um 3,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Schon im März war die Inflationsrate mit 2,6 Prozent deutlich erhöht.

Die EZB strebt mittelfristig eine Teuerung von 2,0 Prozent im Euroraum an. Bei dieser Marke sieht die Notenbank ihr oberstes Ziel erreicht, für einen stabilen Euro zu sorgen und die Kaufkraft der Menschen zu sichern.

Kommentare

User #6011 (nicht angemeldet)

Egal wie es gedreht wird, die Reichen profitieren immer. Das Währungssystem Weltweit ist am Ende und auch eine geplante Weltwährung wird daran nichts ändern. Das gesamte Geldsystem muss auf Null gesetzt werden, damit jeder erste einmal wieder Brötchen verdienen gehen muss um zu überleben und das betrifft dann alle. Das Problem des Geldsystems ist immer der gierige Mensch, ansonsten würden heute Billionen an Kapital nicht im Kreislauf sein, was zu einer Währungsstabilität führt und konstante Preise präsentiert. Das System platzt immer aufgrund von Herrschaft und Gier.

User #3863 (nicht angemeldet)

Bei höheren Zinsen könnten die hochverschuldeten EU-Länder ihre "Sondervermögen" nicht mehr bezahlen.

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